Zehn Themen zur Kommunalwahl

Dafür stehe ich – Zehn Themen zur Kommunalwahl am 13. September 2026

Seit fast fünf Jahren darf ich als Landrat Verantwortung für unseren Landkreis übernehmen. In diese Zeit gehören die Bewältigung der Corona-Pandemie, der Beginn des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine mit Flucht und Vertreibung, aber auch viele positive Themen und Entwicklungen in unserem Landkreis. Eine Übersicht des Erreichten finden Sie hier (Verlinkung auf die Seite mit der Halbzeitbilanz).

Über allem steht für mich, dass wir unseren gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken. Dass wir bei unseren Entscheidungen berücksichtigen, dass wir für uns heute, aber auch für kommende Generationen ermöglichen, in einem so starken und attraktiven Landkreis mit guten Zukunftsperspektiven in Wohlstand und Sicherheit zu leben.

Für mich heißt das „Mehr Mut und mehr Miteinander“

Diesen Anspruch richte ich an mich, an unsere Kreisverwaltung, aber auch insgesamt an uns als Gesellschaft.

Lassen Sie uns mutig, mit Optimismus und in starker Gemeinschaft unsere Zukunft gestalten!

Dazu gehört für mich auch: Mit ganzem Herzen für den Frieden!

Wir stehen an der Seite der Ukraine, wir haben viele Vertriebene im Landkreis Stade aufgenommen, etliche Hilfstransporte in die Ukraine überführt und auch Kinder aus dem Kriegsgebiet für ein Erholungsprogramm zu uns geholt. Diesen Einsatz für den Frieden möchte ich weiterverfolgen und zukünftig auch eine Partnerschaft mit einer Region in der Ukraine anstreben. Für die Kommunalwahl in diesem Jahr stehen dabei für mich, neben den bereits entwickelten und umgesetzten Themen, folgende Bereiche im Mittelpunkt:

Zehn Themen zur Kommunalwahl

Der Landkreis Stade gehört zu den wirtschaftlich stärksten Regionen unseres Landes. Die Grundlage hierfür sind eine starke Industrie, ein innovativer Mittelstand und das Handwerk, die Land- und Ernährungswirtschaft und natürlich auch Handel und Dienstleistungen. Wenn wir unseren Wohlstand und die Zukunft des Landkreises sichern wollen, benötigen wir einen Vorrang für Arbeit und Beschäftigung.

Ganz klar:

  • Für den Landkreis Stade müssen wir auch zukünftig auf einen starken Industrie- und Chemiestandort setzen. Wir befinden uns mitten im Transformationsprozess, der Chancen für Neuansiedlungen und weitere Arbeitsplätze bietet, die wir aktiv nutzen und mitgestalten müssen. Ich strebe eine Fortsetzung unseres erfolgreichen Modellprojektes zur Zukunftssicherung und Standortentwicklung des Chemiestandortes Stade in Zusammenarbeit mit dem Niedersächsischen Wirtschaftsministerium an.
  • Für den Bereich unserer Wirtschaftsförderung setzen wir auf eine Stärkung und Weiterentwicklung und wollen zukünftig vermehrt Aufgaben des Standortmarketings wahrnehmen. 
  • Für mich als Landrat ist eine enge Zusammenarbeit mit Mittelstand, Handwerk und der Land- und Ernährungswirtschaft selbstverständlich. Ich setze auf eine Kreisverwaltung als Partner der Wirtschaft – als Möglichmacher und nicht als Verhinderer.

Mobilität und eine gute Infrastruktur sind gerade für einen Flächenlandkreis wie unseren von besonderer Bedeutung. Ich setze hier auch auf neue Formen der Mobilität, einen Ausbau des ÖPNV und des SPNV. Gleichzeitig bin ich davon überzeugt, dass für unsere Region der Weiterbau der A26 zwischen Hamburg und Drochtersen und der Bau der A20 mit dem Elbtunnel bei Drochtersen zu den zentralen Zukunftschancen gehören. Der Individualverkehr wird im ländlichen Raum eine wichtige Rolle behalten.

Ganz klar:

  • Für die Realisierung der A26 von Drochtersen bis nach Hamburg.
  • Für den Bau der A20 mit Elbtunnel bei Drochtersen.
  • Für den Ausbau des Stader Seehafens mit der Nordhafenerweiterung.
  • Für den Ausbau der ÖPNV-Angebote und die Einführung von On-Demand-Systemen.
  • Für die Reaktivierung der Bahnverbindung zwischen Stade und Bremervörde mit der Option einer Verlängerung bis Himmelpforten.
  • Für die Elektrifizierung der Bahnstrecke in Richtung Cuxhaven.
  • Für mehr Verlässlichkeit auf der Bahnstrecke zwischen Stade und Hamburg.

Ihre Sicherheit hat für mich höchste Priorität. Das gilt im Alltag mit einem gut funktionierenden Rettungsdienst und einer personell wie materiell vernünftig ausgestatteten Feuerwehr, aber auch in besonderen Zeiten und in Krisen mit dem Katastrophen- und Zivilschutz.

Ganz klar:

  • Für unseren Landkreis bekenne ich mich zu unserer eigenen Feuerwehr- und Rettungsleitstelle am Standort Stade-Wiepenkathen und gut ausgestatteten Einheiten der Kreisfeuerwehr.
  • Für mich stehen ein gut organisierter Rettungsdienst und eine weitere Modernisierung der Rettungswachen an vorderster Stelle. Auch nach dem laufenden Neubau der großen Rettungswache in Stade-Wiepenkathen soll das Modernisierungsprogramm fortgesetzt werden.
  • Für die Neuaufstellung des Katastrophenschutzes haben wir mit dem Neubau des Katastrophenschutzzentrums im Stader Süden und einer besseren Finanzierung der Hilfsorganisationen die ersten Weichen gestellt. Jetzt gilt es, unsere Ehrenamtlichen zu stärken, weiter in Ausrüstung zu investieren und neue Konzepte vor dem Hintergrund der sich verändernden Sicherheitslage umzusetzen. 
  • Für die Abwehr hybrider Bedrohungen und die russische Aggression benötigen wir eine neue Vorbereitung und Organisation des Zivilschutzes. Hier sehe ich mich als Landrat in der Verantwortung, die Kreisverwaltung resilient aufzustellen und die nötigen Pläne zur Unterstützung der Bevölkerung im Ernstfall aufzustellen.

 

Bildung ist nicht nur Ländersache. Als Landkreis Stade sind wir Schulträger und gestalten gemeinsam mit den Städten und Gemeinden die Kindertagesbetreuung. Außerdem engagieren wir uns als Gesellschafter der Hochschule 21 auch in der akademischen Lehre. Wir haben über unser Bildungsbüro die Möglichkeit, die Bildungslandschaft aktiv mitzugestalten.

Ganz klar:

  • Für gute und modern ausgestattete Schulen in Trägerschaft des Landkreises.
  • Für eine Weiterentwicklung des Bildungsbüros als Vernetzungsinstanz und Impulsgeber guter Bildung.
  • Für ein herzliches Willkommen für angehende Lehrerinnen und Lehrer in unserem Landkreis durch ein eigenes Lehrkräfte-Servicebüro.
  • Für die Förderung unserer Kreisjugendmusikschule.
  • Für eine weitere Entwicklung in der Start-up-Szene und die Schaffung eines Start-up-Zentrums.
  • Für eine Erweiterung der Hochschule 21 in Buxtehude zu einem richtigen Campus.

 

Wir übernehmen Verantwortung für die Gesundheitsversorgung – nicht nur im Landkreis Stade, sondern für den gesamten Elbe-Weser-Raum. Mit unseren Elbe-Kliniken sind wir auch im Verbund mit der OsteMed-Klinik der Gesundheitsversorger der Region. Diese Verantwortung bedeutet für mich nicht nur die Trägerschaft der Krankenhäuser durch den Landkreis, sondern vor allem die eigene Ausbildung in Gesundheit und Pflege und die Möglichkeit, über die Kooperation mit der Stradins-Universität in Riga hier bei uns in Stade Medizin studieren zu können. Dies sind Investitionen in die Zukunft.

Ganz klar:

  • Für den weiteren Um- und Neubau des Krankenhauses in Stade.
  • Für den Ausbau der Kooperation mit der Stradins-Universität Riga und dem Medizinstudium in Stade.
  • Für den Bau eines Bildungscampus am Standort Stade.
  • Für einen Ausbau der Stipendienprogramme und Anreizsysteme.
  • Für eine Fortführung der Berufsfachschule Physiotherapie an der BBS Buxtehude über den Pilotzeitraum hinaus.

 

Kinderfreundlichkeit und Kinderschutz dürfen nicht nur in Sonntagsreden eine Rolle spielen. Ich möchte den Landkreis Stade zum ersten „Kinderfreundlichen Landkreis“ in Deutschland machen. Gleichzeitig habe ich alle Generationen im Blick und setze mich dafür ein, dass wir unsere Seniorinnen und Senioren sowie deren Familien und Angehörige bestmöglich unterstützen – dabei dient mir das von der Weltgesundheitsorganisation verfasste Konzept der „age-friendly City“ als Vorbild. 

Ganz klar:

  • Für mehr Kinderschutz soll der Landkreis Stade als erster „Kinderfreundlicher Landkreis“ in Deutschland mit einer oder einem Kinderschutzbeauftragten in der Kreisverwaltung sorgen.
  • Für neue Wege der Beteiligung für junge Menschen.
  • Für die ältere Generation bauen wir die Angebote unseres Senioren- und Pflegestützpunktes aus und schaffen ein zentral gelegenes Informations- und Beratungszentrum.
  • Für mich steht fest: Ich bekenne mich zur Altenpflege Landkreis Stade gGmbH als vom Landkreis getragenen Anbieter in der Altenpflege.

 

Die Menschen stehen im Mittelpunkt. Dieses Bewusstsein ist mir innerhalb der Kreisverwaltung wichtig. Die Bürgerinnen und Bürger sind Kundinnen und Kunden der Kreisverwaltung und erwarten zu Recht einen guten Service.

Wir reden nicht nur über Service, sondern wir fragen die Bürgerinnen und Bürger auch ganz offen und direkt nach ihren Einschätzungen, Wünschen und Forderungen, wie wir es mit der ersten umfassenden Befragung im Dezember 2025 bereits vollzogen haben.

Ganz klar:

  • Für eine moderne, bürgernahe und serviceorientierte Verwaltung.
  • Für einen Ausbau der Online-Serviceangebote.
  • Für eine Erweiterung der Erreichbarkeit und der Servicezeiten der Kreisverwaltung sowie die Einführung einer Servicegarantie für die Kundinnen und Kunden.
  • Für die Möglichkeit spontan erreichbarer Terminslots in Führerschein- und Zulassungsstelle in Ergänzung zur bestehenden Online-Terminvergabe.
  • Für ein neues Leitbild des Landkreises in Zusammenarbeit mit Bürgerinnen und Bürgern sowie dem Kreistag.

 

Die Vielfalt des Landkreises Stade wird gerade auch in seiner Natur- und Kulturlandschaft deutlich. Diese Natur und Umwelt zu erhalten und klimagerecht zu gestalten, ist unsere Verantwortung. Für uns als Küstenlandkreis hat der Küsten- und Hochwasserschutz eine besondere Bedeutung. Wir erleben leider eine zunehmende Vermüllung der Landschaft, durch eine Verstärkung der Umweltbehörde möchte ich Wildmüll-Frevlern den Kampf ansagen.

Ganz klar:

  • Für die Deicherhöhung an der Elbe und einen zukunftsfähigen Küstenschutz.
  • Für die Verbesserung des Hochwasserschutzes im Binnenland und an den Nebenflüssen der Elbe.
  • Für ein Zukunftskonzept der Wasserwirtschaft und ein modernes Wassermanagement im gesamten Kreisgebiet.
  • Für eine konsequente Verfolgung von Umweltstraftaten und eine dafür notwendige Neuorganisation der Umweltbehörde.
  • Für ein Miteinander von Kreisverwaltung und Landwirtschaft, denn Naturschutz funktioniert nur im Zusammenbringen der Interessen.
  • Für ein Erlebbarmachen unserer Naturräume durch eine Weiterentwicklung des Angebots des Vereins für Naturerlebnisse (Tidenkieker, Vogelkieker, Moorkieker).

 

Das Thema Ehrenamt ist für mich ein wirkliches Herzensthema. Ohne das Ehrenamt würde im Landkreis Stade so viel fehlen. Ob in den Feuerwehren oder im Katastrophenschutz, im Sport oder in der Kultur, in der Heimatpflege oder in der Jugendarbeit – ehrenamtliche Angebote tragen ganz maßgeblich zur Lebensqualität in unserem Landkreis bei.

Ganz klar:

  • Für eine Förderung von Vernetzung und Austausch durch die im Büro der Behördenleitung angesiedelte Ehrenamtskoordination.
  • Für eine Stärkung der Ehrenamtskarte durch zusätzliche Angebote in den Städten und Gemeinden und eine feierliche Verleihung als Zeichen der Wertschätzung gegenüber den Ehrenamtlich tätigen.
  • Für kostenlose Ausbildungs- und Informationsangebote für ehrenamtlich Tätige unter der Regie der Kreisverwaltung.
  • Für eine jährliche Veranstaltung zum „Tag des Ehrenamtes“.

 

Musik, Kunst, Geschichte – mannigfaltige kulturelle Angebote im Landkreis Stade bereichern die Lebensqualität in den Städten und Gemeinden. Mit den Museen in Stade und Buxtehude, dem Schloss Agathenburg, dem Natureum und zahlreichen aus dem Kreishaushalt geförderten Institutionen bekennt sich der Landkreis Stade zur Kulturszene. Die Kultur in unserem Landkreis lebt vor allem auch von den ehrenamtlich geführten Einrichtungen. Ich möchte, dass wir uns hier mehr vernetzen und im Rahmen der Möglichkeiten Kultur und damit auch Bildung stärken. Gerade in diesen bewegenden Zeiten können wir auch über kulturelle Aktivitäten Menschen zusammenführen und Gemeinschaft stiften.

Ganz klar:

  • Für eine Weiterentwicklung der Museumslandschaft in Stade und Buxtehude sowie eine Sanierung und ein neues Konzept des früheren Stader Heimatmuseums an der Insel zu einem neuen Haus der Landschaft.
  • Für eine Stärkung der Kulturstiftung Schloss Agathenburg.
  • Für eine Aufwertung des Natureums Niederelbe und eine engere Verzahnung mit den bisher beim Verein für Naturerlebnisse angesiedelten umweltpädagogischen Angeboten.
  • Für einen Ausbau der Kulturförderung – institutionell und projektbezogen und mit Fokus auf ehrenamtlich getragene Aktivitäten.
  • Für die Bildung eines Kulturnetzwerks zur besseren Vernetzung, Beratung und Unterstützung der verschiedenen Einrichtungen.
  • Für die Förderung der Orgelkultur.
  • Für die Förderung der Arbeit zum Erhalt der Plattdeutschen Sprache.
  • Für eine Stärkung der Partnerschaft mit dem polnischen Kreis Goldap in enger Zusammenarbeit mit der Kreisgemeinschaft, verbunden mit einer fortlaufenden Unterstützung der Aktivitäten der Kreisgemeinschaft – speziell im Goldap-Museum in Stade.