Der Vorsitzende der Niedersächsischen CDU-Landtagsfraktion Björn Thümler besuchte auf seiner Frühjahrstour durch Nord-Ost-Niedersachsen auf Einladung des Stader CDU-Landtagsabgeordneten das Stader DOW-Werk. „Mir war es sehr wichtig, dass der Vorsitzende der größten Fraktion im Niedersächsischen Landtag sich hier zum aktuellen Sachstand des DOW-eigenen Energiekonzeptes und dem geplanten Industriekraftwerk informieren kann. Darüber hinaus sollte der Termin auch dazu dienen, die Möglichkeiten und Chancen aufzuzeigen, die die DOW im Rahmen der Energiewende leisten kann.“, so Kai Seefried zum Anlass des Besuches. CDU-Fraktionschef Thümler machte vor Ort deutlich, dass er die Planungen für das geplante Industriekraftwerk ausdrücklich unterstützt und dies auch von der neuen Niedersächsischen Landesregierung erwartet.

Das geplante Konzept besteht aus einem kombinierten Kohle- und Gaskraftwerk in Verbindung mit Wasserstoff und Kraftwärmekopplung ist es hochinnovativ und vermutlich bundesweit nur einmalig so umsetzbar. Mit einem Gesamtwirkungsgrad von knapp 60% müsste die neue Landesregierung nach den eigenen Aussagen ihres Koalitionsvertrages auch die Rahmenbedingungen für die Realisierung des Projektes ermöglichen. Hier haben die Abgeordneten Kai Seefried und Björn Thümler erhebliche Bedenken und Sorgen. „Im Koalitionsvertrag ist nur von einem Wirkungsgrad von mind. 55% die Rede. Es ist nicht definiert, ob es sich hier um den Gesamtwirkungsgrad oder die elektrische Leistung handelt. Der grüne Umweltminister hat hierdurch die Möglichkeit, die Vorgaben so scharf auszugestalten, dass das Energieprojekt der DOW zukünftig unmöglich werden könnte.“, erklärte Kai Seefried. Die CDU-Landtagsfraktion hatte hierzu auch eine entsprechende Anfrage an die Landesregierung in den Landtag eingebracht und konkret nach der Unterstützung der Landesregierung gefragt. Leider ist diese Antwort nach Auffassung der Abgeordneten nur unkonkret beantwortet worden. Der Stader CDU-Bundestagskandidat Oliver Grundmann fordert hier endlich auch von den Grünen ein klares Bekenntnis zum Industriestandort Stade und den 3.000 bei der DOW direkt und indirekt Beschäftigten. In einem weiteren Vortrag präsentierte die DOW Möglichkeiten zur Speicherung überschüssiger Windenergie durch sogenannte „Power-to-gas-Verfahren“. Durch die Möglichkeiten der Elektrolyse und die vorhandenen Salzkavernen könnte die DOW hier eine entscheidende Rolle für die zukünftige Energieeiversorgung und das Gelingen der Energiewende spielen. Mitarbeiter der DOW arbeiten hierzu bereits in entsprechenden Teams und Arbeitsgruppen, die entsprechende Konzepte und Lösungen erarbeiten. Björn Thümler hob in diesem Zusammenhang die Chancen für Niedersachsen durch die Energiewende hervor. Durch eine starke Fokusierung der Energieversorgung im Norden Deutschlands ergeben sich große wirtschaftliche Potentiale, die es zu nutzen gilt. Er setzt darauf, dass Niedersachsen auch zukünftig Innovationen in diesem Bereich fördert und unterstützt, um die Energiewende zu einem Erfolg werden zu lassen und begrüßt das starke Engagement der DOW in dem Gesamtsektor Energie. Während einer Werksführung hatten die CDU-Politiker die Möglichkeit die Großbaustelle für das derzeit im Bau befindliche Gaskraftwerk zu besichtigen. Auch hier wurde deutlich, welch moderne Technik und hohe Innovation für die Energieproduktion eingesetzt wird. Vermutlich wird im September dieses Jahres das Gaskraftwerk den Vollbetrieb aufnehmen können. Allein hierfür hat die DOW eine Investition von rund 350 Millionen Euro geleistet und damit einen wesentlichen Baustein zur Zukunftssicherung des Standortes gelegt.