Stade/Kehdingen. Auf Einladung des CDU-Landtagsabgeordneten Kai Seefried besuchte der stellvertretende Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion und Sprecher für Wissenschaft und Kultur, Jörg Hillmer, den Landkreis Stade. Die Termine waren ein wenig wie das Wandeln auf alten Spuren, beziehungsweise Besuche, die an Initiativen der früheren CDU-Landesregierung anschlossen. So führte der Besuch zunächst zum historischen Kornspeicher in Freiburg, den Jörg Hillmer zuletzt im Jahr 2011 besucht hat und von damals noch eine Baustelle in Erinnerung hatte, von der man nicht genau wusste, ob und wann sie jemals richtig fertig sein wird. Gerade die CDU-Landtagsfraktion hatte sich im Jahr 2012 besonders stark für eine Landes- und EU-Förderung eingesetzt, die dann auch in Höhe von rund 560.000 Euro den Durchbruch für das heutige Kehdinger Kulturzentrum bedeutete.

Im Gespräch vor Ort stellten die Vorstandsmitglieder des Fördervereins rund um Herbert Bruns gemeinsam mit der Geschäftsführerin Lena Raddatz die Entwicklung und die zukünftigen Perspektiven des kulturellen Zentrums historischer Kornspeicher dar. Wie in jeder Kultureinrichtung des Landes muss es auch hier darum gehen, gerade die laufende Finanzierung auf stabile und langfristig tragbare Säulen zu stellen. Der Bürgermeister der Samtgemeinde Nordkehdingen, Edgar Goedeke, erläuterte an diesem Beispiel die Situation des ländlichen Raumes und die Herausforderung, vor denen die Kommunen auch immer wieder stehen. Jörg Hillmer zeigte sich beeindruckt von der Entwicklung und auch der Ausstattung des historischen Kornspeichers. Ihm ist nicht bekannt, dass es im Land ein vergleichbares Objekt, auch gerade in dieser Größenordnung gäbe und stellte zufrieden fest, dass die Landesförderung hier sehr gut investiert gewesen ist.

Als zweite Station besuchten die Abgeordneten anschließend den Hansecampus der Privaten Hochschule Göttingen in Stade. Auch hier was es ein Wandeln auf alten Spuren. Denn zuletzt war Hillmer auch hier im Jahr 2011, um die Entwicklungen im Bereich der Forschung rund um den Baustoff CFK in Stade selbst zu erleben. Die CDU- geführte Landesregierung hatte allein in der Zeit von 2008 bis 2013 rund 65 Millionen Euro in den Forschungsstandort Stade investiert und damit das Netzwerk CFK-Valley und die neue Forschungseinrichtung CFK Nord aufgebaut. Der Hochschulstandort ist dabei mit den spezialisierten CFK-.Studiengängen immer ein integraler Bestandteil gewesen. Aktuell ist die Nachfrage in diesem Bereich deutlich zurückgegangen. Der Präsident der Hochschule, Professor Albe, zeigte aber verschiedene Zukunftsperspektiven für den Standort Stade auf. Unter anderem soll der CFK Studiengang weiter modernisiert und internationalisiert werden, aber auch zusätzliche Studienangebote wie BWL oder Wirtschaftspsychologie sollen in Stade ausgebaut werden. „Unser Besuch soll ein deutliches Zeichen der Unterstützung, aber gerade auch der Wunsch nach einer Weiterentwicklung für den Hochschulstandort Stade sein. Wir wollen, dass der erfolgreiche Kurs der Vergangenheit weiter fortgesetzt wird“, unterstrich Kai Seefried. Davon, dass die Hochschule ihren Studierenden hervorragende Angebote und Möglichkeiten unterbreitet, konnten sich die Abgeordneten, die in Stade durch die CDU-Fraktionsvorsitzende im Stader Stadtrat, Kristina Kilian-Klinge, begleitet wurden, bei einem Rundgang gemeinsam mit Studenten selbst überzeugen. „Das ist genau das, was wir fördern wollen. Forschung und Innovation mit Zukunftsentwicklungen aus unserem Land. Das ist eine chancenorientierte Politik und nicht wie derzeit eine Politik, die sich nur an Defiziten ausrichtet“, so Jörg Hillmer.