Bei der Veranstaltungsreihe „Niedersachsen im Gespräch“ haben in den Räumen der CDU-Landesgeschäftsstelle zum Thema „Versetzung gefährdet? – 99 Tage grün-rote Bildungspolitik in Niedersachsen“ der schulpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion Kai Seefried und die Vorsitzende des Landeselternrates über die schulpolitische Lage in Niedersachsen diskutiert. Seefried machte in seinem Eingangsstatement deutlich, dass die schwarz-gelbe Landesregierung Niedersachsen bildungspolitisch gut aufgestellt hat. So wurden z.B. die Ganztagsschulen verzehnfacht und die Schulstrukturen an die demografischen Herausforderungen angepasst. Nun geht es darum, dass Niedersachsen durch grün-rote Bildungspolitik nicht wieder den Anschluss an die anderen Bundesländer verliert und die bisherigen Erfolge grundlos verspielt werden. Kein Politikfeld ist so wichtig, wie die Bildungspolitik. Das machte auch die Vorsitzende des Landeselternrates, Sabine Hohagen, deutlich.

 

Die Veranstaltung schloss sich nahtlos an eine kürzlich von der niedersächsischen CDU-Fraktion durchgeführten Expertenbefragung zur Schulpolitik an. Die anwesenden Gäste beklagten in der Diskussion vor allem, dass die neue Landesregierung wieder eine Schulstrukturdebatte anstrenge, anstatt sich um die Sicherung der Bildungsqualität zu sorgen.

Dier angeregte und offene Diskussion zeigte das große Interesse an den Veranstaltungen zum Thema Bildung und sind ein ein sicheres Zeichen dafür, dass die Menschen in diesem Land alles andere als zufrieden mit den aktuellen Entwicklungen in der Bildungspolitik seien. Rot-Grün hat aus rein ideologischen Gründen und ohne die betroffenen Gruppen einzubeziehen, den hart erarbeiteten Schulkonsens aufgekündigt und verfällt zurück in die Schulstrukturdebatten der 70er Jahre. Rot-Grüne Schulpolitik ist von vorgestern. Die Abschaffung von Noten und Sitzenbleiben, die Angriffe auf Gymnasien und Oberschulen und die geplante Schließung von Förderschulen seien nur einige Beispiele dafür, wie die neue Landesregierung ideologische Politik auf dem Rücken der Schülerinnen und Schüler mache.

Breiten Raum in der Diskussion nahm das Vorhaben von Rot-Grün ein, die Gründung von vier- und dreizügigen Gesamtschulen zu erlauben. „SPD und Grüne verbauen die Zukunft unserer Kinder, wenn sie nur auf Einheitsschulsysteme setzen. Bildungsgerechtigkeit ist nicht durch Umverteilung erreichbar. Das rot-grüne Vollkasko-Abitur für alle macht das Schulsystem nicht gerecht, sondern ungerechter“, so Kai Seefried. Die CDU werde alles daran setzen, dass auch in Zukunft die Qualität des Unterrichts das einzige Kriterium bleibt, an dem die Schulpolitik gemessen wird.