Durch die CDU-geführte Landesregierung wurde die A20 mit fester Elbquerung bei Drochtersen immer als ein Projekt mit hoher Priorität und Vorrangstellung behandelt. Im Koalitionsvertrag der neuen rot-grünen Landesregierung heißt es dazu jetzt, „Die Planung zu A20 und zur A39 mit eingeschränktem Mitteleinsatz weiterzuführen.“ Die Vorsitzenden der CDU-Faktionen der norddeutschen Länder haben am 2. Mai dieses Jahres erneut ein Positionspapier zur Notwendigkeit und schnellen Realisierung der A20 veröffentlicht, um dieser Vorrangstellung erneut Nachdruck zu verleihen. Das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung hat im Jahr 2012 in Abstimmung mit den Ländern Schleswig-Holstein und Niedersachsen eine Machbarkeitsstudie unter dem Titel „Eignungsabschätzung für das Projekt Elbquerung im Zuge der BAB A20 bei Glückstadt“ erstellt. Im Ergebnis wurde in der Machbarkeitsstudie eindeutig die Finanzierbarkeit über eine PKW- und LKW-Maut belegt. Demnach ist der Bau des Elbtunnels durch private Unternehmen möglich und durch entsprechende Maut-Einnahmen zu refinanzieren.

Die Weichen für eine Privatfinanzierung sind also gestellt und müssen für eine schnelle Realisierung der Elbquerung weiter verfolgt werden. „Wenn wir die Planfeststellung für den Elbtunnel erreicht haben, ist dies ein wichtiges Signal für unsere Region aber auch für die norddeutschen Länder. Wir müssen jetzt aber alles dafür tun, ein entsprechendes Finanzierungsmodel auf den Weg zu bringen“, ist der CDU-Landtagsabgeordnete Kai Seefried überzeugt. Von der neuen rot-grünen Landesregierung in Hannover möchte der CDU- Abgeordnete daher wissen, wie sie zur festen Elbquerung der A20 und den möglichen Finanzierungsformen steht. Hierfür hat Kai Seefried eine entsprechende Anfrage an die Landesregierung gerichtet, die er in der nächsten Woche in das Landtagsplenum einbringen wird. „Für eine schnelle Realisierung der A20 brauchen wir eine hohe politische Geschlossenheit und wir brauchen weiterhin die Unterstützung durch die Niedersächsische Landesregierung, um dieses Projekt auch auf Bundesebene mit hoher Priorität auszustatten. Wir dürfen mit unserem Werben für dieses Projekt nicht nachlassen“, fordert Kai Seefried auch von der neuen Landesregierung.