Stade/Harburg. In der Diskussion um eine Gebietsreform der niedersächsischen Landkreise und kreisfreien Städte haben die CDU-Landtagsabgeordneten Kai Seefried und Helmut Dammann-Tamke aus dem Landkreis Stade sowie Heiner Schönecke, Norbert Böhlke und André Bock aus dem Landkreis Harburg davor gewarnt, eine Reform „über die Köpfe von Bürgern und kommunalen Interessenvertretungen hinweg“ vorzubereiten. „Das Schweigen von Rot-Grün in dieser Frage trägt nicht zur Beruhigung der Menschen vor Ort bei“, sagte Kai Seefried. Noch immer habe sich die Landesregierung nicht klar zur Fortsetzung des Zukunftsvertrages geäußert, der Ende März ausläuft. „Ich hoffe nicht, dass die Landesregierung plant, durch einen Wegfall der Mittel den Druck zu Fusionen nochmals zu erhöhen“, warnte Helmut Dammann-Tamke.

Ein vom Land beauftragtes Gutachten empfiehlt eine radikale Gebietsreform Niedersachsens, um kommunale Verwaltungsstrukturen dort zu straffen, wo der demografische Wandel unaufhaltsam voranschreitet. Der Landkreis Stade würde nach diesem Vorschlag mit dem Landkreis Harburg fusioniert werden (s. beigelegten HAZ-Artikel). Norbert Böhlke stellte fest: „Auch der Abschlussbericht des Hesse-Gutachtens bringt für unsere Region keine neuen Erkenntnisse. Sein Landtagskollege Heiner Schönecke erklärte: „Unsere Region sollte gelassen mit den Vorschlägen des Hesse-Gutachtens umgehen. Sowohl der Landkreis Stade als auch der Landkreis Harburg sind strukturell und wirtschaftlich gut aufgestellt“. André Bock ergänzte: „In anderen Regionen des Landes gibt es Handlungsbedarf, für Stade und Harburg sehe ich diesen derzeit nicht.“