Selbst für deutsche Eltern ist es zum Teil eine Herausforderung, sich durch das deutsche Bildungssystem zu bewegen und die richtigen Entscheidungen für die Zukunft ihrer Kinder zu treffen. Umso größer ist diese Herausforderung jedoch für Eltern aus anderen Kulturen und Sprachen, die das deutsche Bildungssystem überhaupt gar nicht kennen. Genau hier setzt der Verein ZinKKo e.V. aus Stade an. In einer ersten Projektphase wurden sogenannte Botschafter für Bildung ausgebildet und qualifiziert. Das Ziel ist es, in den verschiedenen kulturellen Kreisen Elternvertreter zu haben, die im deutschen Bildungssystem gut vorbereitet sind und Barrieren bei anderen Migrantinnen und Migranten abbauen, um Übergänge in das deutsche Bildungssystem zu erleichtern und zu fördern. Über 23 solche Botschafter sind durch den Verein mittlerweile qualifiziert.

In einer weiteren Projektstufe soll jetzt auf der Ebene des Gebietes der Hansestadt Stade die Informationsarbeit weiter intensiviert werden. Hierzu sollen mehrsprachige Informationsabende am Ende der Grundschulzeit gehören, aber auch das duale Bildungssystem oder Übergang vom Kindergarten in die Grundschule besser erklärt werden. Der Projektaufbau in Stade ist deshalb etwas Besonderes, da er mit der Projektkoordinatorin Iyamide Mahdi und der fachlichen Begleitung durch die Regierungsschuldirektorin im Ruhestand, Gertrud Christophersen, zwei Persönlichkeiten verbindet, die einerseits einen hervorragenden Zugang zu unserem Schulsystem und andererseits zu der Zielgruppe im Bereich der Migranten haben. Für mich ist dieses Projekt vorbildhaft und sollte in jedem Fall weiter ausgebaut werden. Der Bedarf ist ständig steigend.