Was passiert, wenn ein landwirtschaftlicher Betrieb in Not gerät? Mit dieser Fragestellung konnte ich mich dank der Einladung des Vorsitzenden des CDU-Samtgemeindeverbandes, Horst Wilkens im Rahmen meiner Sommertour auseinandersetzen. In kleinen mittelständischen Unternehmen, dem Handwerk aber insbesondere der Landwirtschaft sind die Betriebsstrukturen im Regelfall so aufgebaut, dass ohne den Landwirt selbst oder die Ehefrau und Familie im Betrieb nichts funktioniert. Organisiert über Landvolk und auch die Maschinenringe, gibt es in Niedersachsen bereits lange ein System von Dorfhelferinnen aber auch Betriebshelfern, die dann einspringen, wenn der Bauer oder auch die Ehefrau krankheitsbedingt ausfällt.

Im Rahmen eines Fachgespräches mit den beteiligten Akteuren aus Landvolk, Maschinenring, Landwirtschaftliche Sozialversicherung, Landfrauen, aktiven Betriebshelfern, aber auch selbst betroffenen Landwirtsfamilien haben wir über das derzeit bestehende System und auch notwendige Weiterentwicklungen für die Zukunft gesprochen. Die Spezialisierung in der Landwirtschaft nimmt immer weiter zu und so steigen auch die Anforderungen an die Betriebshelfer. Eine besondere Situation stellt sich im Bereich des Obstbaus, für den es derzeit faktisch keine Betriebshilfe gibt und gerade auch hier ein besonderes Fachwissen notwendig ist. Im Vorwege des Fachgespräches habe ich gemeinsam mit Horst Wilkens eine Landwirtsfamilie besucht, die krankheitsbedingt in eine solche Notsituation hineingeraten ist. Es war sehr eindrucksvoll, persönlich mehr von den dann anstehenden Herausforderungen zu erfahren und andererseits bei unserem Besuch und dem Fachgespräch zu erleben, wie konstruktiv alle Ebenen zusammenarbeiten und auch gemeinsam an einer Weiterentwicklung dieses für die Landwirtschaft  wirklich wichtigen Systems arbeiten.