Erstes Thema: Tourismus und Freizeit – Urlaub im Landkreis Stade

Landkreis Stade. Wie gelingt der Neustart des Tourismus nach der Krise? Welche Angebote fehlen im Landkreis, um zukünftig noch attraktiver als Urlaubsregion zu sein? Dies waren einige Fragestellungen, die im Mittelpunkt der ersten Zukunftswerkstatt des CDU-Landratskandidaten Kai Seefried standen. Eine spannende und umfangreiche Mischung aus Referenten und Diskussionsteilnehmern waren Seefrieds Einladung in das Hotel Altes Land in Jork gefolgt. Zeitgleich nahmen rund 30 weitere Teilnehmer über eine Videokonferenz an der Veranstaltung teil und konnten sich direkt mit Fragen, Hinweisen und Anregungen einbringen.

Den ersten Impuls brachte die Geschäftsführerin des Tourismusverbandes Landkreis Stade, Dr. Monika Rulle, ein. Sie skizzierte die zunehmende Bedeutung des Tourismus für die Region. Der Tourismusverband ist derzeit dabei, konkretere Zahlen für die einzelnen Gemeinden und die beiden Hansestädte zu erarbeiten. Die Vorstellung soll im August erfolgen. Zu den aktuellen zentralen Themen gehören für Sie der Ausbau des Wandertourismus mit einem entsprechenden Gesamtkonzept sowie die Umsetzung eines Open Data Systems. Außerdem möchte sie die Chancen der Digitalisierung nutzen, um Angebote transparenter zu machen.

Für die IHK Stade stellte Philipp Rademann die Bedeutung des Tourismus als Wirtschaftsfaktor für die Region heraus und warb dafür, die Digitalisierung noch stärker zu nutzen. Nachhaltiger Tourismus erhalte einen immer höheren Stellenwert, waren sich die Referenten einig. Hier stelle Kerstin Ottilie Hintz vom Biohof Ottilie die Ideen für einen nachhaltigen Urlaub vor. „Der Landkreis Stade braucht ein Biohotel“, so Hintz. Unter dem Motto neue Ideen stellte Dr. Jan Podbielski das Projekt Surfgarten in Stade vor. In der Nähe zum heutigen Flugplatz soll möglichst schon Ende des kommenden Jahres Baubeginn für einen großen Surfpark und damit für ein Projekt mit großer überregionaler Bedeutung sein.

Im ersten Diskussionsforum „Freizeit und Kultur im Landkreis Stade“ diskutierte Seefried dann mit Podbielski, Silvia Stolz vom STADEUM und Peter Kühn von der Seminarturnhalle über die Bedeutung entsprechender Angebote für den Tourismus. Alle waren sich einig, dass gerade die Kultur unabhängig vom Tourismus einen hohen gesellschaftlichen Stellenwert hat. Seefried sieht sie dabei aber auch als wichtigen Standortfaktor. Stolz betonte in diesem Zusammenhang die hohe Zahl der Übernachtungen in der Region, die eben auch durch kulturelle Veranstaltungen ausgelöst werden. Kühn und Stolz warben dafür, die kulturellen Angebote noch besser touristisch zu nutzen und dabei auch neue Wege, zum Beispiel im Bereich Festivals oder Open Air Veranstaltungen zu gehen.

Eine große Ideenrunde kam im zweiten Diskussionsforum „Tourismus im Neustart – worauf es jetzt ankommt“ zusammen. Hier bildeten Raimund Schied vom Hotel Navigare Buxtehude, Rigo Gooßen vom Elbstrandresort Krautsand, Martina Matthies vom Obsthof Matthies in Jork, Matthias Pape vom Gut Schöneworth aus Freiburg sowie Lutz Feldtmann vom DEHOGA Kreisverband das Podium.

Seefried fasste am Ende nach gut drei Stunden umfangreicher Diskussion zusammen, dass diese Werkstatt, genau wie er es sich gewünscht hat, eine gute Grundlage für eine Fortsetzung ist. Es gebe noch so viel zu diskutieren und anzuschieben. So setzt Seefried darauf, im Falle seiner erfolgreichen Wahl zum Landrat regelmäßig aktuelle Themen in solchen Zukunftswerkstätten aufzugreifen. „Mir ist es wichtig, dass wir immer wieder über den Tellerrand schauen und auch mal die Perspektive wechseln, um so auch unser eigenes politisches Handeln oder auch das der Verwaltung zu hinterfragen, um den Kompass immer wieder richtig ausrichten zu können“, so der CDU-Politiker.

Die Ideensammlung des Abends war in jedem Fall sehr lang, wichtige Bereiche waren der Rad- und der Wandertourismus. Seefried setzt auf gut ausgebaute Radwege, aber auch auf den Neubau eines Radschnellweges von Stade nach Hamburg. Alle Beteiligten wünschten eine Ausweitung des Radwanderbusses. Für den Wandertourismus muss ein gutes und einheitliches Angebot geschaffen werden. Zu den Zukunftsaufgaben, die keinen Aufschub verdienen, gehöre vor allem auch die Umsetzung der Digitalisierung mit der entsprechenden Anbindung aller Bereiche im Landkreis. Auch die Fachkräftesicherung im Hinblick auf eine mögliche eigene Ausbildung an der Berufsbildenden Schule in Stade wurde diskutiert. Hier sieht vor allem auch die IHK Handlungsbedarf.