Hannover. Mit großer Besorgnis sieht Kai Seefried, der schulpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, die Pläne der rot-grünen Landesregierung zur Abschaffung der Notenzeugnisse in Gesamt- und Grundschulen: „Notenzeugnisse bieten den besten Überblick über die Leistungen von Schülerinnen und Schülern. Sie sind ein verständliches und transparentes Bewertungsinstrument. Wir fordern Kultusministerin Heiligenstadt auf, am bewährten Notensystem festzuhalten. Dies dient auch der Qualitätssicherung an unseren Schulen“, sagt Seefried.

„Was später im Beruf selbstverständlich ist, muss auch in der Schule gelten: Wer gute Leistungen erbringt, wird belohnt. Es kann nicht sein, dass manche Schülerinnen und Schüler künftig erst in der 9. Klasse erfahren, wo sie stehen!“, sagt Seefried und weist auf den vom Kultusministerium vorgelegten Entwurf des Grundsatzerlasses zur Integrierten Gesamtschule (IGS) hin. Darin ist vorgesehen, dass es künftig an IGS bis einschließlich Schuljahrgang 8 keine Notenzeugnisse geben soll.

 

Ausdrücklich weist der Schulpolitiker darauf hin, dass Ergänzungen durch Lernentwicklungsberichte, also schriftliche und im Idealfall individualisierte Bewertungstexte der Schülerleistungen von Lehrkräften, durchaus sinnvoll seien. „Lernentwicklungsberichte dürfen echte Notenzeugnisse aber nicht ersetzen.“

Bereits im vergangenen Jahr hatte die CDU-Fraktion einen Antrag mit dem Titel „Leistungsniveau an niedersächsischen Schulen erhalten – Leistung muss sich weiter lohnen“ in den Niedersächsischen Landtag eingebracht. Der Antrag war mit der Mehrheit von SPD und Bündnis 90 / Grüne abgelehnt worden.