Hannover. Die Infrastruktur der niedersächsischen Häfen soll zukünftig weiter verbessert werden. Das fordert ein Antrag der CDU- und FDP-Landtagsfraktionen, der heute im Landtag verabschiedet worden ist. „Die maritime Wirtschaft Niedersachsens ist ein bedeutender Wachstumsträger für unsere Küste und die hafenabhängigen Betriebe im Hinterland. Seit 2003 sind in den Ausbau der niedersächsischen Häfen von Emden bis Stade etwa 300 Millionen Euro geflossen“, erklärte CDU-Landtagsabgeordnete und Vorsitzende des Unterausschusses Häfen und Schifffahrt, Kai Seefried. „Mehr als 40.000 Arbeitsplätze sind allein in Niedersachsen vom Hafengewerbe abhängig, mit unserem Antrag schaffen wir die Voraussetzung dafür, diese Zahl künftig zu erhöhen“. In der maritimen Ausbildung, Forschung und Entwicklung verfüge Niedersachsen mit dem Maritimen Campus in Elsfleth zwar über ein Vorzeigeprojekt – künftig soll dieser Bereich aber ebenfalls noch ausgebaut werden, kündigte der CDU-Politiker an.

 

„Ab August 2012 verfügen wir mit dem Tiefwasserhafen JadeWeserPort in Wilhelmshaven über ein Alleinstellungsmerkmal, um das uns viele Länder beneiden“, sagte Seefried. Durch Investitionen in die Verkehrswege im Hinterland werde gewährleistet, dass der JadeWeserPort seine Wirkung für die gesamte Wirtschaft in Niedersachsen und Deutschland voll entfalten könne. Eine deutliche Absage erteilte Seefried schließlich einer einseitigen Priorisierung von Fördermitteln im Bereich der Wasserstraßen. Auch die von der EU geplante Regelung bei Hafenkonzessionen lehnte Seefried ab, da sie sich negativ auf Beschäftigungsstrukturen in Niedersachsens Häfen auswirke.