Hannover. Der schulpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Kai Seefried, hat Kultusministerin Heiligenstadt für ihre Einlassungen zu den Ergebnissen der PISA-Studie kritisiert. „Für Niedersachsens Lehrer sind die Worte Heiligenstadts eine weitere Ohrfeige. Während die Ministerin die guten PISA-Ergebnisse als Resultat rot-grüner Bildungspolitik darstellt, werden Niedersachsens Lehrer von SPD und Grünen abserviert. Nicht nur Niedersachsens Pädagogen werden sich zu Recht fragen, wie das zusammenpassen soll: PISA-Ergebnisse loben und gleichzeitig Lehrer gängeln.“

Laut Seefried etabliere Heiligenstadt mit ihrer Haltung den Ruf der SPD als klassische Lehrermehrarbeitspartei in Niedersachsen. „Frau Heiligenstadt tritt die Nachfolge ihrer SPD-Vorgänger vorbildlich an. Dass es in Niedersachsen rund 1600 Ganztagsschulen gebe, sei kein Verdienst der SPD, stellte der CDU-Bildungsexperte zudem klar: „Unter der SPD wurde bis 2003 gerade ein Zehntel davon geschaffen. Zudem wurde während der Regierungszeit von CDU und FDP die Betreuungsquote der unter Dreijährigen in Niedersachsen massiv vorangetrieben: Von etwa drei Prozent 2003 auf gegenwärtig rund 31 Prozent.“

Seefried: „Der Versuch der Kultusministerin, ihre so genannte Bildungsoffensive mit Erfolgen der CDU-FDP-Bildungspolitik zu legitimieren, ist einfach nur peinlich.“