Hannover. Der schulpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Kai Seefried, zeigt sich tief enttäuscht über den Auftritt von Kultusministerin Heiligenstadt beim Philologentag in Goslar. „Nach der Großdemonstration von knapp 6000 Schülern gab es von Niedersachsens Philologen nun die nächste Watsche für den rot-grünen Bildungssparkurs. Während die Gymnasiallehrer überdeutlich auf die negativen Auswirkungen der rot-grünen Schulpläne hingewiesen haben, hat sich Heiligenstadt in Allgemeinplätze und das Gerede von einer angeblichen Bildungsoffensive geflüchtet. Sie darf sich nicht wundern, dass die Entscheidung zur Mehrarbeit für Gymnasiallehrer bei diesen als völlig willkürlich und gegen ihre Schulform gerichtet empfunden wird.“ Mit Blick auf die zum Teil „aufgeheizte“ Stimmung in Goslar sagte Seefried: „Ich bin fassungslos, wie Heiligenstadt die Gymnasiallehrer angegangen ist. Von Gesprächsbereitschaft seitens der Kultusministerin war nichts zu spüren.“  

Der CDU-Bildungsexperte erneuerte seine Forderung an SPD und Grüne, ihre Haushaltsbeschlüsse hinsichtlich der Kürzung der Altersermäßigung und Mehrarbeit für Gymnasiallehrer zu korrigieren. „Der finanzielle Spielraum des Landes ist groß genug, um auf den Bildungsabbau an Gymnasien und die unnötige Aussetzung der Altersteilzeit der Lehrer zu verzichten. Es ist einmalig in der Geschichte Niedersachsens, dass Lehrer für den geplanten Ausbau der Verwaltung und die Sanierung von Straßen herhalten müssen. Der Schaden, den der rot-grüne Kurs an den Schulen angerichtet hat, ist bereits jetzt immens.“