Zum ersten Mal tagte auf Einladung des CDU-Landtagsabgeordneten Kai Seefried ein Runder Tisch zur Hafenhinterlandanbindung für den Stader Seehafen und das Industriegebiet. Während der mit hochrangigen Fachleuten besetzten Sitzung wurden zunächst aktuelle Informationen und Sachstände ausgetauscht. Die gesamten Planungen, die auch eine Teilumverlegung des Schienenanschlusses aus dem Stadtgebiet heraus vorsieht, wurden durch Herrn Schröder-Doms von der Hansestadt Stade vorgestellt. Anschließend berichtete N-Ports über den aktuellen Sachstand der Hafenentwicklung und die Niedersächsische Landesbehörde für Hafenbau und Verkehr über den aktuellen Planungsstand der A 26. Anschließend folgte der fachliche Austausch über das weitere Vorgehen und nächste Verfahrensschritte. Um das Bahnverfahren für den 5. Bauabschnitt der A 26 nicht zu verzögern, soll jetzt zunächst dieses Verfahren abgeschlossen werden. Hiermit könnte in der zweiten Jahreshälfte 2012 gerechnet werden. Daran anschließend soll in einem weiteren Planfeststellungsverfahren das zukünftige Industriegleis gesichert werden und mit den Autobahnplanungen zusammengefügt werden. Wichtigste Information war, dass das Planfeststellungsverfahren für das Industriegleis nur durch ein Eisenbahninfrastrukturunternehmen beantragt werden kann. „Es wird jetzt darum gehen, zu klären, wer das Planfeststellungsverfahren beantragen kann. Hier gibt es verschiedene Möglichkeiten“, so Kai Seefried.

Als Varianten kämen hier die bekannten Unternehmen, die Deutsche Bahn oder EVB, in Frage. Aber auch N-Ports könnte diese Position einnehmen. Auch die Gründung eines neuen Unternehmens mit allen an diesem Thema Beteiligten, könnte eine entsprechende Grundlage darstellen. Im Weiteren wird es dann natürlich auch darum gehen, die Finanzierung für die Maßnahmen sicherzustellen, die in einer einfachen Ausführung bei rund 10 Mio. Euro liegen, bei einem Vollausbau jedoch bis zu 20 Mio. Euro betragen können. Die Zeit die durch das Planfeststellungsverfahren der A 26 zur Verfügung steht, soll genutzt werden, um hier weiter voranzukommen.