Der Erhalt der plattdeutschen Sprache als wichtigen Bestandteil der niedersächsischen Tradition und Kultur fängt vor allem bei den Kindern an und findet damit im Kindergarten und in den Schulen statt. Gemeinsam mit dem Verein „De Plattdüütschen“, dem Landschaftsverband Stade und der Oldenburgischen Landschaft haben hierzu die beiden Landtagsabgeordneten Kai Seefried und Helmut Dammann-Tamke bereits vor über einem Jahr ein Gespräch mit dem damaligen Staatssekretär und heutigen Kultusminister Dr. Althusmann geführt. Um frühzeitig und gezielter die plattdeutsche Sprache im Unterricht einsetzen zu können, wurde damals ein eigener Vorschlag für einen Erlass für Plattdeutsch an Schulen in Niedersachsen überreicht. Der Erhalt und die Förderung der plattdeutschen Sprache liegt Helmut Dammann-Tamke und mir sehr am Herzen“, betont Kai Seefried.

Die beiden Landtagsabgeordneten Seefried und Dammann-Tamke haben sich daher jetzt im Kultusministerium nach dem aktuellen Verfahrensstand erkundigt. Danach erarbeitet das Ministerium derzeit die Herausgabe eines Nachfolgeerlasses für „Die Region im Unterricht“. Dieser Erlass hat nicht nur die Sprache, sondern auch die regionalen Gegebenheiten im Fokus. Die wesentlichen Forderungen sollen in diesem neuen Erlass aufgegriffen werden. So soll der Niedersächsischen Landesschulbehörde u.a. ein Stundenkontingent für die Umsetzung des Erlasses zur Verfügung gestellt werden. Dies ermöglicht, auf Dauer eine Fachberatung für das Themengebiet zu installieren und engagierte Schulen bei der Förderung und Pflege des Plattdeutschen zu unterstützen. Da das Ministerium erst seit dem 1. Februar 2011 verlässlich über die dafür erforderlichen Stunden verfügt, hatte sich der Erlass zunächst zeitlich verzögert. Der Erlass soll noch vor den Osterferien in die Anhörung gehen. Er könnte damit zum 1.8.2011 in Kraft gesetzt werden. Die beiden Landtagsabgeordneten freuen sich über diese engagierte Arbeit des Ministeriums. „Damit wird der hohe ehrenamtliche Einsatz der verschiedenen Initiativen zur Förderung der regionalen Sprachen durch die Landesregierung deutlich anerkannt“, so Kai Seefried. „Dies ist ein Paradebeispiel wie die Zusammenarbeit von bürgerlichem Engagement und Politik zu guten Ergebnissen führt“, ist auch der leidenschaftliche Plattsnacker Helmut Dammann-Tamke zufrieden. Zukünftig wird es damit auch möglich sein, Projekte wie z.B. zur frühen Mehrsprachigkeit durchzuführen. Den besonderen Stellenwert der Regionalsprachen wie dem Plattdeutschen betonen die regierungstragenden Fraktionen derzeit auch mit einer Großen Anfrage an die Landesregierung, die sich derzeit in der Bearbeitung befindet.