Es gab wohl noch keinen Philologentag, der von so einer explosiven Grundstimmung getragen war, wie in diesem Jahr. Die geplanten Einsparungen im Bildungsbereich, die insbesondere auf dem Rücken der Gymnasiallehrerinnen und –lehrer ausgetragen werden, sorgten für riesigen Unmut und Proteste, die aus dem gesamten Land nach Goslar mitgebracht wurden. Die Kultusministerin versuchte in ihrer Rede nicht einmal, hier etwas zu verändern und positive Signale in Richtung der Gymnasien zu senden. Ähnlich sah es bei der Podiumsdiskussion mit den schulpolitischen Sprechern der Landtagsfraktionen aus. Die Sprecher von Rot und Grün verteidigten ihre Einsparvorschläge als vertretbar und versuchten den Anschein zu erwecken, dass eine neue Bildungsoffensive durch das Land gestartet werden soll.

Anhand der wirklichen Haushaltszahlen konnte ich in der Diskussion jedoch recht einfach deutlich machen, dass hier keine Bildungsoffensive in Sicht ist, sondern die niedersächsischen Lehrkräfte für die neue Personalpolitik von Rot-Grün und den Ausbau der Landesverwaltung bezahlen müssen. Am Ende der Diskussion blieb für die Zuhörer einfach nur eine große Enttäuschung über die Bildungspolitik der neuen rot-grünen Landesregierung. Der Schaden, der hierdurch in den Schulen angerichtet wurde, ist bereits heute riesig.