Landkreis Stade. Als deutsches Pferdeland Nummer Eins ist Niedersachsen nicht nur führend in der Pferdezucht, sondern steht als beliebtes Reiseziel auch in der Gunst der Reittouristen ganz oben. Die Einführung einer jährlichen Abgabe für Pferdehalter, wie sie derzeit innerhalb des niedersächsischen Städtetages diskutiert wird, würde im Hinblick auf diese Spitzenposition mehr schaden als nutzen, ist sich der CDU-Landtagsabgeordnete Kai Seefried sicher. „In unserer Region sind Pferdezucht, Pferdesport und Reittourismus wichtige Wirtschaftsfaktoren, von denen zahlreiche Arbeitsplätze abhängen. Insgesamt sind in Niedersachsen zwischen 40.000 und 50.000 Menschen in der Branche tätig“, sagte Helmut Dammann-Tamke. „Die Einführung einer kommunalen Pferdesteuer würde nicht nur eine massive Bedrohung dieser Arbeitsplätze bedeuten, sondern insgesamt die positive Entwicklung der Pferdewirtschaft in Niedersachsen schädigen“, sind sich beide Abgeordnete einig.

 

Auch für die vielen privaten Pferdebesitzer und kleinen Reiterhöfe im Land wäre die Steuer eine Katastrophe. „Eine Pferdesteuer zusätzlich zu den normalen Unterhaltskosten wäre für viele Pferdehalter nicht tragbar“, so Kai Seefried. „Reiten ist in Niedersachsen ein wichtiger Breitensport. Darüber hinaus werden Pferde häufig bei der Kinderbetreuung und zu Therapiezwecken eingesetzt. Wir dürfen nicht zulassen, dass eine der traditionsreichsten Sportarten in Niedersachsen gefährdet wird.“