„Das ist heute ein wirklich besonderer Tag für Niedersachsen“, sagte der CDU-Landtagsabgeordnete und Bildungspolitiker Kai Seefried hinsichtlich der Ergebnisse des heutigen „Bildungsgipfels“ in Hannover. „Kultusminister Dr. Althusmann hat es geschafft das Fundament für eine zukunftsfähige Schulstruktur in Niedersachsen zu legen“, so Helmut Dammann-Tamke.

Die neue „Oberschule“ vereint künftig Haupt- und Realschulen und bietet den Schulträgern die Möglichkeit, diese Schulform um ein Gymnasialangebot zu erweitern. „Besonders zukunftsweisend daran ist, dass allein die Schulträger vor Ort entscheiden, ob und wie sie eine solche Schulform errichten“, erklärte Kai Seefried. „Das funktioniert nach dem System eines Baukastens.“

Konkret werden künftig zwei Formen der Oberschule ermöglicht. Einerseits eine mindestens dreizügige Oberschule mit Gymnasialangebot, andererseits eine mindestens zweizügige Oberschule ohne Gymnasialangebot. Dabei werde die Oberschule als Ganztagsschule mit teilweise verpflichtendem Unterricht geführt. Zudem erhalte jede Oberschule sozialpädagogisches Fachpersonal.

„Damit geht man einen großen Schritt in Richtung der von Bildungsexperten geforderten Ganztagsschule“, so Helmut Dammann-Tamke. „Die neue Schulstruktur bietet auch unserem Landkreis Stade die nötige Flexibilität, um auf die jeweiligen Entwicklungen der Schülerzahlen entsprechend zu reagieren.“

Die bewährten Schulstrukturen würden von den Neuregelungen nicht einfach umgeworfen. „Das Gegenteil ist der Fall“, so Kai Seefried. Die Oberschule ergänze künftig die zusammengefassten Haupt- und Realschulen sowie Kooperative Gesamtschulen (KGS). „Schulträger sollen selbstverständlich auch weiterhin selbstständige Haupt- und Realschulen führen. Da haben die Entscheidungsträger vor Ort freie Hand. Die Regelung ist insgesamt sehr flexibel“, erklärte Helmut Dammann-Tamke.

Die Schulstrukturreform stehe insgesamt für einen Systemwechsel in der niedersächsischen Bildungspolitik. „Der Kultusminister hat alle guten bestehenden Ansätze in dieser Neuordnung vereinigt“, so Kai Seefried. Beide Landtagsabgeordnete haben für Mittwoch 3. November alle Hauptverwaltungsbeamten im Landkreis Stade eingeladen um über die Auswirkungen dieser Strukturveränderung auf die Region zu sprechen. „Wir müssen jetzt sehen, welche Kommunen den Weg der neuen Niedersächsischen Oberschule gehen. Wichtig ist dabei, dass es keinen Kampf um Schülerzahlen gibt und die Entwicklung im gesamten Landkreis betrachtet wird“, so Kai Seefried.