Eine Stunde live sendete das Nordwestradio aus dem Hotel Voss in Westerstede zur Diskussion um den Bau der A22. Teilnehmer waren hier der Landtagsabgeordnete Kai Seefried von der CDU-Fraktion, der Abgeordnete Jürgen Klein von der Landtagsfraktion der Grünen, Frau Susanne Grube von der Arbeitsgruppe Alternativ und Herr Peter Stahl von der Universität Oldenburg. Diskussionsgrundlage ist ein Papier der Arbeitsgruppe mit alternativen Vorschlägen, die nach Ansicht der Initiative den Bau der A22 überflüssig machen würden. Während der Diskussion wurden die vielen einzelnen Standpunkte miteinander ausgetauscht, wobei ganz klar war, dass Kai Seefried für die CDU-Fraktion als einziger Befürworter an dieser Runde teilgenommen hat und die weiteren Teilnehmer insgesamt den Bau der A22 ablehnen oder für nicht notwendig erachten.

Gerade für die Region Stade betonte Kai Seefried die Wichtigkeit des Baus der A22 mit dem kompletten Verkehrskonzept Elbtunnel und der Verbindung Richtung Hamburg. Auch Argumente, die demografische Entwicklung würde eine solche Autobahn überflüssig machen, ließ Kai Seefried nicht durchgehen, sondern begründete diese genau mit dem Gegenteil, dass wir die Region nicht von der Zukunft abhängen dürfen, indem man auf den Bau der Autobahn verzichtet und damit der ländliche Raum aufgrund seiner Strukturschwäche noch viel stärker von der demografischen Entwicklung betroffen sein wird. Kai Seefried bestätigte die Aussagen, dass es wichtig sei weitere Verkehrsträger wie Schiene und Wasserwege und auch Straßenwege zu verbessern, miteinander zu vernetzen und auch auszubauen. Dies erachtet auch er als absolut notwendig, jedoch wird nach seiner Einschätzung dadurch der Bau der A22 in keiner Weise überflüssig, sondern er gehört zu diesem Gesamtkonzept dazu. Am deutlichsten wird dies auch dadurch, dass die Privatwirtschaft selbst diese Autobahn bauen und finanzieren möchte und vorrechnen kann, dass mit der LKW-Maut, wie sie heute auf allen deutschen Autobahnen üblich ist, diese Autobahn finanzierbar und wirtschaftlich ist. Daher sieht Kai Seefried das Alternativpapier als keine wirkliche Alternative für den Bau der A22.