Am 16./17. April fand in Papenburg die Klausurtagung des gemeinsamen Arbeitskreises Häfen und Schifffahrt der Landtagsfraktionen von CDU und FDP statt. Mit dabei war Kai Seefried, der mit den übrigen Mitgliedern des Arbeitskreises unter anderem die Meyer-Werft besuchte. Nach dem Besuch betonte der hafenpolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Bernd-Carsten Hiebing, dass die CDU/FDP-Koalition mit geeigneten Maßnahmen sicherstellen wird, dass der Schiffbau in Niedersachsen eine Branche mit Zukunft bleibt. „Die Meyer-Werft hat bewiesen, dass mittelständische Unternehmen aus Niedersachsen auch unter international schwierigen Bedingungen sehr erfolgreich arbeiten können. So spielt sie beim Bau von Kreuzfahrtschiffen und Spezialschiffen weltweit in der Topliga. Dadurch sichert das Unternehmen in der Region und im Land wichtige Arbeitsplätze, davon allein am Werftstandort Papenburg 2.400.

 

Dazu kommen noch viele tausend Arbeitsplätze bei mittelständischen Zulieferbetrieben“, stellte der CDU-Politiker fest. Nach den mitunter schwierigen Zeiten in der Vergangenheit sei die Meyer Werft heute hervorragend aufgestellt. Dafür spreche, dass die Werft bis 2012 mit einem Auftragsvolumen in Höhe von mehr als 5 Mrd. Euro ausgelastet ist. Der hafenpolitische Sprecher begrüßte ausdrücklich, dass die Landkreise Emsland und Leer in guter Zusammenarbeit mit der Bundeswasserstraßenverwaltung mit dem Umbau der Jan-Berghaus-Brücke die Schiffsüberführung für die Meyer-Werft sichern und dadurch die Infrastruktur in der gesamten Region weiter verbessern. Um diese guten Zukunftsperspektiven nicht zu gefährden, seien jedoch weitere Maßnahmen notwendig. „Es ist für das Fortbestehen des Werftstandortes Papenburg enorm wichtig, dass die Meyer-Werft alle vertraglich zugesicherten Auslieferungszeiten einhalten kann. Deshalb muss es möglich werden, die Ems im Sommer anzustauen, so dass die Schiffe auch in diesen Monaten ausgeliefert werden können“, betonte Hiebing. Hierfür sei es notwendig, dass der Bund für die Bundeswasserstraße Ems bei allen notwendigen Anpassungsmaßnahmen seiner besonderen Verantwortung gerecht werde. „Die berechtigten Wirtschaftsinteressen der Region dürfen nicht gegen ebenso berechtigte Umweltinteressen ausgespielt werden. Für alle anstehenden Maßnahmen ist daher ein größtmögliches Einvernehmen aller Beteiligten zu erzielen“, sagte der CDU-Politiker. Dies gelte besonders in der Frage, ob die Ems FFH-Gebiet werden solle. „Um die maritime Wirtschaft in Niedersachsen in Zeiten eines international schärfer werdenden Wettbewerbs zu festigen und auszubauen, ist es daher unumgänglich, die Ems aus der Liste der Natura 2000-Gebiete zu streichen“, so der CDU-Hafenexperte. Auf einer seiner nächsten Bereisungen wird der Arbeitskreis Häfen und Schifffahrt den Hafen Stade-Bützfleth besichtigen. Kai Seefried freut sich als örtlicher Abgeordneter bereits über den Besuch in seiner Heimatregion. Gerade für den Standort Stade böten sich derzeit vielfältige Chancen im Bereich der maritimen Wirtschaft. Diese Chancen müssten von Seiten der Landespolitik auch weiterhin konsequent unterstützt werden.