Stade. Die CDU-Landtagsabgeordneten Kai Seefried und Helmut Dammann-Tamke haben der Landesregierung halbherziges Engagement für die Bewerbung Hamburgs um die Olympischen Sommerspiele vorgeworfen. Hintergrund ist die kürzlich ins Leben gerufene deutsche Olympia-Bewerbungsgesellschaft, in der neben dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB), der Hansestadt Hamburg, dem Bund und der Hamburger Handelskammer auch das Land Schleswig-Holstein und die Stadt Kiel als Segelstandort vertreten sind – aber nicht Niedersachsen.

Adrian Mohr, sportpolitischer Sprecher der CDU-Fraktion, ergänzte: „Während sich in Norddeutschland eine große Begeisterung und seitens des Landessportbundes Niedersachsen ein hohes Engagement für die Hamburger Bewerbung abzeichnen, sucht man einen Beitrag der niedersächsischen Landesregierung für dieses Jahrhundert-Ereignis bislang vergeblich.

Niedersachsen ist weder in der Bewerbungsgesellschaft vertreten, noch setzt die Landesregierung ein sichtbares Zeichen, mit dem sie ihre Bereitschaft zur Unterstützung der Bewerbung signalisieren würde.“ Wie Schleswig-Holstein würde Niedersachsen als direkter Nachbar Hamburgs unmittelbar von Olympischen Spielen in der Hansestadt profitieren.

Helmut Dammann-Tamke betont, „mit Luhmühlen und Garlstorf sind zwei niedersächsische Orte heiße Kandidaten für Austragungsorte olympischer Wettbewerbe. Warum sich die Landesregierung vor diesem Hintergrund nicht sichtbar und unmissverständlich für die Spiele in Hamburg einbringt, ist unverständlich. Man wird das Gefühl nicht los, als spielten die Belange der Metropolregion Hamburg in Hannover keine Rolle.“

Dammann-Tamke und Seefried sehen die Olympischen Spiele in Hamburg gerade für unsere Region als großartige Zukunftschance. Kai Seefried ergänzt: „Angesichts der Perspektive, das Sportevent mit der größten internationalen Ausstrahlung nach Norddeutschland zu bekommen, ist die vom Ministerpräsidenten gelebte „Kleinstaaterei“ völlig unverständlich.“