Im Studiotalk bei Heimat-Live sollte es um die Frage „Wie sieht die Zukunft des Stader Seehafens aus?“ gehen. Ganz unweigerlich führte das Interview in diesem Zusammenhang dann auch zur Frage „Was bringt die neue rot-grüne Landesregierung für den Elbe-Weser-Raum?“. Die Chancen und Potentiale des Stader Seehafens am seeschifftiefen Fahrwasser der Elbe auf halber Strecke zwischen Cuxhaven und Hamburg sind riesig. Die erste Hafenerweiterung für das neue Logistikterminal des Unternehmen BUSS aus Hamburg ist in Betrieb und unsere Landesregierung hat den Weg geebnet für die Planungen für eine weitere Hafenerweiterung, um zusätzlich ca. 23ha. Der Erfolg des Hafens hängt jedoch entscheidend von der notwendigen Hafenhinterlandanbindung ab. Im Fokus stehen hier die Neubauten der Autobahnen A26 und A20 und auch eine neue Schienenanbindung.

Die neue Landesregierung hat bereits angekündigt, dass die bisherige Vorrangstellung für die A20 nicht mehr gegeben ist und die derzeit laufenden Planungen nicht mit der bisherigen hohen Priorität fortgesetzt werden. In den vergangenen 10 Jahren haben wir es mit der CDU geschafft, die Themen des Elbe-Weser-Raumes politisch in die Mitte des Landes zu transportieren. Ich habe die große Sorge, dass in der Zukunft unsere Region zur Randnotiz verkommt.