In meinem Wahlkreis warten viele Menschen bereits seit Jahrzehnten auf die Realisierung der für uns so wichtigen Autobahnprojekte A20 mit dem Elbtunnel bei Drochtersen und die Fertigstellung der A26 nach Hamburg. Dass der Bau einer solchen Autobahn auch immer wieder zur besonderen Betroffenheit führt, liegt dabei auf der Hand. Hier ist es mir wichtig, dass man nicht über die Betroffenen spricht, sondern alle Beteiligungen auf Augenhöhe zusammenbringt.

Auf meine Initiative haben sich jetzt Anwohner aus dem Bereich Wischhafen/Wolfsbruch mit Vertretern der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, sowie der Samtgemeinde Nordkehdingen und der Gemeinde Drochtersen zum Gespräch über den geplanten Autobahnzubringer vom Kehdinger Kreuz an die B 495 in Wolfsbruch getroffen. Ich habe mich besonders gefreut, dass auch unser Bundestagsabgeordneter und Parlamentarischer Staatssekretär Enak Ferlemann an diesem Gespräch teilgenommen hat und die Vertreter der Landesbehörde sogar an einem Samstagnachmittag für das Gespräch zur Verfügung standen. Die jetzige Kreisstraße ist im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens für das sogenannte Kehdinger Kreuz, als Verbindung der A20 und A26 als Autobahnzubringer aus Richtung Norden über die Bundesstraße 495 vorgesehen. Vollkommen zu Recht haben die dortigen Anwohner Sorgen über die mögliche zusätzliche Verkehrs- und Lärmbelastung. Im Fachgespräch mit allen Beteiligten wurde noch einmal deutlich, dass wir hier noch in einem sehr frühen Zeitraum der Planungen sind. Zunächst muss die A20 mit dem Elbtunnel und dem Kehdinger Kreuz realisiert werden, um anschließend die Kreisstraße als Zubringer anzubinden. Wir reden hier vermutlich über einen Zeitraum von ca. zehn Jahren bis es zur Umsetzung kommt. Die Kreisstraße wäre dann allerdings ohnehin nur temporär als Zubringer vorgesehen, da seitens der Bundesverkehrswegeplanung eine neue Anwendung vom Kehdinger Kreuz über eine neu zu bauende Bundesstraße in Richtung Cadenberge erfolgen soll. Staatssekretär Ferlemann sicherte in diesem Zusammenhang zu, dass es klares Ziel sein muss, diese geplante temporäre Nutzung der Kreisstraße so kurz wie möglich zu halten und mit Hochdruck die Planung der sogenannten „B 73 neu“ vom Kehdinger Kreuz bis zur B495 zu betreiben.

Zusammenfassend haben wir vereinbart, dass auch bereits jetzt im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens des Kehdinger Kreuzes durch entsprechende Stellungnahmen und Einwände die Betroffenheit deutlich gemacht werden muss, um diese Interessen in allen weiteren Planungen auch berücksichtigen zu können. Darüber hinaus haben wir vereinbart, dass wir uns in einer solchen Gesprächsgruppe in den nächsten Jahren regelmäßig treffen sollten, um immer wieder die weiteren Planungsabläufe und Entwicklungen miteinander abzustimmen. Im Ergebnis beziehungsweise im Ziel sind für uns alle einig, dass wir schnellstmöglich eine Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur für unsere Region erreichen wollen und die A20 hier eine besonders hohe Bedeutung hat.