Die Mitglieder des Arbeitskreises Umwelt und Klimaschutz der CDU-Fraktion im Niedersächsischen Landtag waren anlässlich einer eineinhalbtägigen Klausurtagung auf dem NABU Gut Sunder in Meißendorf zu Gast. Die Umweltpolitiker kamen auf Wunsch des stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden, Karl-Heinrich Langspecht, aus dem Wahlkreis Bergen in den Landkreis Celle. Nach der konstituierenden Sitzung des Niedersächsischen Landtages Ende Februar hatten sich die Ausschüsse des Landtages und damit auch die Facharbeitskreise der Koalitionsfraktionen von CDU und FDP neu zusammengesetzt. Damit versammelte sich in Meißendorf der Arbeitskreis erstmalig in der neuen Legislaturperiode. Neben grundsätzlichen organisatorischen Fragen legten die Umweltpolitiker inhaltliche Schwerpunkte für 2008 fest. Dabei waren u.a. der Klimaschutz in Niedersachsen, die Neuordnung des Umweltrechts auf Bundesebene, der Natur- und Artenschutz und der Küsten- und Hochwasserschutz die vordringlichen Themen der Klausurtagung. „Umweltpolitische Fragen an einem Ort wie hier auf Gut Sunder zu erörtern, ist ideal und sehr inspirierend“, zeigte sich der aus Glandorf stammende umweltpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Martin Bäumer, von der Lage und Atmosphäre des Gut Sunder begeistert.

 

Einen großen Anteil an den Beratungen in Meißendorf nahm das Thema „Energiepolitik“ ein. „Niedersachsen muss als Wirtschafts- und Industriestandort auch als Energieerzeugungsland agieren. Deshalb stehen wir für einen technologieoffenen und ideologiefreien Energiemix aus erneuerbaren Energien, fossilen Energieträgern wie Kohle und Gas sowie der Kernenergie. Neben der umweltfreundlichen Erzeugung von Energie müssen die Menschen in Niedersachsen auch die Sicherheit haben, dass Energie sicher zur Verfügung steht und bezahlbar bleibt. Bei allen Bemühungen um den Ausbau erneuerbarer Energien und Energieeinsparmaßnahmen werden wir deshalb mittelfristig um den Bau neuer konventioneller Kraftwerke nicht herumkommen“, so Langspecht. Auf Initiative des Landtagsabgeordneten Kai Seefried wird der CDU-Arbeitskreis im Rahmen einer Bereisung am 26. Mai 2008 auch in Stade Gespräche vor Ort führen. Dabei werden sich die CDU-Umweltpolitiker insbesondere mit den Fragen und Problemen beschäftigen, die sich im Rahmen der Diskussion um die Ansiedlung neuer Kohlekraftwerke in Stade ergeben haben.