Stade. Der Vorsitzende der CDU in Niedersachsen und Spitzenkandidat für die Landtagswahl am 14. Januar 2018 Dr. Bernd Althusmann ist aktuell auf Sommertour durch Niedersachsen. Die Tour führte Althusmann in den Norden Niedersachsens und ist besonders auf Industrie und große Unternehmen des Landes ausgerichtet. Da gehört dann selbstverständlich auch Dow in Stade als der bedeutendste Niedersächsische Chemiestandort auf das Programm. Althusmann, der in Begleitung der beiden Landtagsabgeordneten Helmut Dammann-Tamke und Kai Seefried unterwegs war, informierte sich in einem Gespräch mit Vertretern der Werkleitung und des Betriebsrates über aktuelle Themen und Entwicklungen der Dow und insbesondere des Standortes Stade.

Die Botschaft Althusmanns dabei war eindeutig. „Wir wollen, dass der Industriestandort Stade nicht nur erhalten, sondern nachhaltig gestärkt wird“, so Althusmann mit einem klaren Bekenntnis das Niedersachsen auch zukünftig ein starkes Industrieland sein soll. Für den Chemiestandort Stade spielt hierfür insbesondere die Entwicklung der Strompreise eine entscheidende Rolle. Rolf Nettersheim, verantwortlich für Arbeitssicherheit und  Umweltschutz bei Dow, und Claudio Ciuchini, Dow Manager für Energie, stellten die bereits begonnenen Projekte der Dow zur Sicherung der Energieversorgung vor. Bereits im Jahr 2014 wurde ein werkseigenes Erdgaskraftwerk in Betrieb genommen und nach wie vor verfolgt Dow das Konzept für ein eigenes Industriekraftwerk. Die notwendigen Bebauungspläne hierfür wurden bereits durch die Hansestadt Stade geschaffen, werden derzeit aber beklagt. Die ersten Verhandlungstage vor dem Oberverwaltungsgericht in Lüneburg werden möglicherweise im Herbst stattfinden. Althusmann sicherte für das Projekt in jedem Fall politische Unterstützung zu. „Das geplante Industriekraftwerk ist besonders innovativ und umweltschonend. Durch die Nutzung eines Brennstoffmixes – zukünftig soll sogar ein reines Wasserstoffkraftwerk entstehen – wird ein besonders hoher Wirkungsgrad erreicht. Diese Technologie sichert vorhandene Arbeitsplätze und wird neue in der gesamten Produktionskette schaffen“, so Althusmann. Überhaupt geben die Produktionsverfahren bei Dow ideale Beispiele wie die Energiewende gelingen könne, betonte der CDU Politiker. Am Standort Stade könnte zukünftig durch das Prinzip „power to gas“ überschüssige Windenergie in Wasserstoff umgewandelt und so speicherbar werden. Darüber hinaus bietet sich das Dow Werkgelände für ein nationales LNG Terminal an. Die Besucher aus der Politik Althusmann, Seefried und Dammann-Tamke machten am Ende des Besuches deutlich: „Hier in Stade kann mit der Dow und weiteren Partnern aktiv Zukunft gestaltet werden.“ Hierfür müsse aber auch weiter an der notwendigen Infrastruktur gearbeitet werden. Althusmann nannte hier die Fertigstellung der A26, den Bau der A20 mit der festen Elbquerung, die notwendige neue Schienenanbindung an das Industriegebiet und den weiteren Ausbau des Stader Seehafens. „Die Planungen hierfür dauern in Deutschland viel zu lang“, kritisierte Althusmann und zeigte sich zeitgleich für die anstehende Landtagswahl optimistisch und fügte hinzu, „das werden wir ändern.“

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