Mit einem klaren Bekenntnis zum Industriestandort Deutschland besuchte eine Delegation der CDU das Stader Dow Werk. Unter den Teilnehmern war der Bundestagsabgeordnete und Umweltpolitiker der CDU-Bundestagsfraktion Ingbert Liebing, der sich nach den Diskussionen um den Einsatz von Asbest in der Chlorproduktion ein eigenes Bild machen wollte. Vorausgegangen war im vergangenen Jahr ein Antrag der Grünen im Deutschen Bundestag, die Ausnahmeregelungen zur Einfuhr und Nutzung von asbesthaltigen Rohstoffen im Rahmen der Chemikalienverbotsverordnung umgehend zu streichen.

 

 

Auch die SPD im Deutschen Bundestag stimmte diesem Antrag zu, der jedoch mit der Mehrheit von CDU und FDP abgelehnt wurde. Nachdem sich Liebing, der durch den Bundestagsabgeordneten und Parlamentarischen Staatssekretär Enak Ferlemann, den Landtagsabgeordneten Kai Seefried sowie den Kreistagsabgeordneten und Kandidaten für den Deutschen Bundestag Oliver Grundmann begleitet wurde, auch vor Ort in der Produktionsanlage informiert hatte, war er überzeugt: „Das hätte das Aus für den Standort Stade bedeutet.“ Im Stader Dow Werk werden keine asbesthaltigen Produkte hergestellt oder vertrieben. Der Asbest dient lediglich als Hilfsstoff bei der Elektrolyse in den Chlor-Anlagen. Die Abgeordneten konnten sich vor Ort selbst davon überzeugen, dass die Asbestfasern in einem hermetisch abgeschlossenen Raum von Robotern entladen und verarbeitet werden. „Dow setzt hier auf höchstmöglichen Arbeits- und Umweltschutz“,  so Oliver Grundmann. Der Stader Werksleiter Arnd Thomas berichtete, dass auch Dow selbst bereits seit Jahren intensiv Forschung und Entwicklung betreibt, um den Einsatz von asbestfreien Materialien zu untersuchen. Derzeit läuft hier ein Test unter realen Produktionsbedingungen mit einem bisher nur im Labor getesteten Material. Mit belastbaren Ergebnissen ist hier bis 2015 zu rechnen. „Wir brauchen in Deutschland Rahmenbedingungen, die einen Industriestandort, wie hier in Stade, nicht in seiner Existenz gefährden. Politik und Wirtschaft müssen gemeinsam reale Verbesserungsprozesse entwickeln. Daher brauchen wir für die Umstellung eines solchen Produktionsprozesses mehr Zeit und keine politischen Schnellschüsse“, so Enak Ferlemann. Dies sieht auch der Landtagsabgeordnete Kai Seefried so, der nochmals unterstrich, dass Dow ein verlässlicher Partner in der Region ist und sich durch sein hohes eigenes Engagement für Umwelt und Arbeitsschutz auszeichnet. „Für mich ist auch die intensive Forschung, um die Verwendung des Hilfsstoffes Asbest zu vermeiden, ein deutliches Zeichen für die Einstellung dieses Unternehmens“, so Seefried. Der Bundestagsabgeordnete Liebing zeigte sich beeindruckt von seinem Besuch  und wünschte sich, dass auch gerade einmal die Grünen sich vor Ort so informieren würden, bevor entsprechende Anträge gestellt werden. Die Stader Werksleitung war sehr froh über den Besuch und dankte für die Gelegenheit, alle Fragen offen diskutieren zu können. Die Dow steht weiterhin für jede Diskussion mit den politischen Parteien und Behörden zur Verfügung.

 

BU: v.l.n.r. Ralph Peter, Wolfgang Möller, beide Produktionsleiter bei Dow, Enak Ferlemann, MdB, Kai Seefried, MdL, Oliver Grundmann,stv. Bürgermeister,  Jörg Renken, Dow, Arnd Thomas, Dow, Ingbert Liebing, MdB