Am 21. April informierte sich der Arbeitskreis Wirtschaft, Arbeit und Verkehr der CDU-Landtagsfraktion bei einem Besuch der Transrapid-Versuchsanlage in Lathen über die Perspektiven dieser Zukunftstechnologie. Der Arbeitskreis, in dem auch der Landtagsabgeordnete Kai Seefried mitarbeitet, forderte im Anschluss an den Besuch den Erhalt der Versuchsanlage Emsland. Der stellvertretende CDU-Fraktionsvorsitzende Björn Thümler und der wirtschaftspolitische Sprecher Ernst-August Hoppenbrock forderten Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) auf, sich eindeutig zur Magnetschwebebahn zu bekennen. „Der Transrapid kann künftig einen wesentlichen Beitrag gegen den für 2020 vorhergesagten Verkehrskollaps sowohl beim Personen- als auch beim Güterverkehr leisten. Diese Zukunftstechnologie sollte konkret in die Planungen für das Transeuropäische Verkehrsnetz einbezogen werden.

Wir erwarten deshalb, dass der Bund die notwendigen Mittel für die Versuchsanlage weiter zur Verfügung stellt“, erklärte Björn Thümler. Weiterhin sei es notwendig, dass die noch ausstehende Genehmigung der Betriebsvorschriften für die Versuchstrecke im Emsland noch im Mai 2008 erfolge, betonte Ernst-August Hoppenbrock: „Der zum 31. Dezember 2008 auslaufende Planfeststellungsbeschluss muss in diesem Zusammenhang rechtzeitig verlängert werden und aus Gründen der Planungssicherheit eine Dauer von zehn Jahren haben. Außerdem brauchen wir klare Signale aus der Industrie, dass diese Technologie auch künftig weiterentwickelt wird.“ Nach Ansicht der CDU-Fraktion handelt es sich bei der Magnetschwebebahntechnologie um eine umweltfreundliche Technologie mit geringen CO2-Emmissionen, die besonders auf langen Strecken deutliche ökologische und wirtschaftliche Vorteile gegenüber anderen Verkehrsträgern wie z. B. dem Flugzeug aufweise. „Es wäre leichtsinnig, wenn wir die Chancen, die in dieser Technologie stecken, verspielen. Das wäre ein Nachteil für Niedersachsen und für Deutschland. Wenn wir konkurrenzfähig bleiben wollen, müssen wir für neue Technologien offen sein und die wirtschaftlichen Vorteile auch in der Anwendung nutzen“, so CDU-Fraktionsvize Björn Thümler abschließend.