Kehdingen. Seit Jahren ist die stark zunehmende Anzahl von Gänsen, die insbesondere im Raum Kehdingen Rast suchen, besonders ein in der Landwirtschaft heftig diskutiertes Thema. Die CDU-Landtagsabgeordneten Kai Seefried, Helmut Dammann-Tamke und Hans-Heinrich Ehlen thematisieren die Situation in Kehdingen jetzt mit einer schriftlichen Anfrage an die Landesregierung im Niedersächsischen Landtag. „Wir wollen mit dieser Anfrage erreichen, dass auch die für die Landwirtschaft immer schwieriger werdende Situation in Kehdingen ins Bewusstsein der Landesregierung gerückt wird“, so Kai Seefried. Denn genau dieses Bewusstsein vermissen die Politiker bei der rot-grünen Landesregierung und insbesondere dem zuständigen Umweltministerium.

Wie in den letzten Wochen bekannt wurde, versucht die Landesregierung für das Weser-Ems Gebiet ein sogenanntes Gänsemanagement in Abstimmung mit der Europäischen Union zu gestalten. Hierzu titelten Landesmedien, dass dieses Thema jetzt zur „Chefsache“ im Umweltministerium wird. Hintergrund war eine gemeinsame Reise der Niedersächsischen Umwelt- Staatssekretärin Almut Kottwitz, die Anfang Februar zusammen mit Vertretern des Landvolkes auf dem Bereich Wesermarsch, Friesland und Ostfriesland zu Fachgesprächen in Brüssel war. Während dieses Termins hatte Almut Kottwitz auch die Bejagung von Nonnengänsen zur Schadensabwehr für den Fall in Aussicht gestellt, dass die Fraßschäden für einzelne Landwirte zu unzumutbaren, wirtschaftlichen Einbußen führen. „Diese Aussage hat auch für Nordkehdingen eine enorme Bedeutung, ganz abgesehen davon, dass wir uns auch gewünscht hätten, dass Vertreter aus dem Bereich Kehdingen ebenfalls eine Einladung nach Brüssel erhalten“, so Helmut Dammann-Tamke. Hans-Heinrich Ehlen ergänzt: „Wir wollen mit dieser Anfrage sicherstellen, dass die Anliegen aus Kehdingen und dem Elber-Weser Raum in dieser Problematik nicht hinten runterfallen.“
Die Abgeordneten weisen daher in ihre Anfrage darauf hin, dass sich auch in Kehdingen mittlerweile zwischen 90.000 bis 125.000 Gänse pro Tag aufhalten. Auch in dieser Region gab es in den vergangenen Jahren immer wieder Initiativen, um verbesserte Kompensationsmöglichkeiten für die betroffenen Landwirte zu erreichen. Neben der Kompensation wurde auch immer wieder ein kontrolliertes Gänsemanagement gefordert.
Nun fragen die drei CDU-Landtagsabgeordneten, ob auch die Gänseschäden in Kehdingen zur Chefsache werden. In den weiteren Fragestellungen wollen die Abgeordneten mehr Informationen zu dem sogenannten Gänsemanagement und den konkreten Maßnahmen und fragen eben auch danach, ob der Raum Kehdingen hier Berücksichtigung finden kann und wird und wie mögliche Ergebnisse dort umgesetzt werden können. Die Landesregierung hat jetzt gut 4 Wochen Zeit, die Anfrage der Abgeordneten schriftlich zu beantworten.

Die Anfrage an die Landesregierung finden Sie im Anhang als Drucksache 17-5600

Foto: www.pixelio.de