Landkreis Stade. Die CDU-Landtagsabgeordneten Seefried und Dammann-Tamke blicken mit großer Besorgnis auf den diesjährigen Beginn des Schuljahres in unserer Region und bieten eine Hotline an. Fraglich sei insbesondere, ob den Schulen ausreichend Lehrkräfte zur Verfügung stünden. Im Landkreis Stade sind derzeit unter anderem an den Oberschulen in Jork und in Fredenbeck oder an der KGS Drochtersen ausgeschriebene Lehrerstellen noch immer unbesetzt, wie die Abgeordneten unter Hinweis auf die von der Landesregierung laufend veröffentlichten Stellenlisten mitteilen. Dabei seien noch nicht einmal alle Stellen, für die Schulleitungen Bedarf angemeldet hätten, überhaupt ausgeschrieben worden. „Die rot-grüne Landesregierung lässt die Schulen zum Schuljahresbeginn mit gravierenden Problemen allein. An den Gymnasien fehlen landesweit noch immer mehrere hundert Lehrkräfte“, sagt Kai Seefried.

 

Die Abgeordneten kündigten an, sie werden genau beobachten, wie sich die Unterrichtsversorgung an den Schulen in der Region in den kommenden Wochen und Monaten entwickelt. Es sei davon auszugehen, dass durchschnittlich in jedem Lehrerzimmer eines Gymnasiums ein bis zwei Stühle bis auf weiteres leer bleiben würden. „Die SPD-Kultusministerin Heiligenstadt hat mit ihrer verfehlten Bildungspolitik die Schulen in schweres Fahrwasser manövriert. Ihre nachweislich rechtswidrige Anhebung der Lehrerarbeitszeit an Gymnasien hat ihr vor knapp drei Monaten ein juristisches Fiasko beschert, das die Schülerinnen und Schüler nun ausbaden müssen. Die 740 Lehrerstellen, die zum Ausgleich nötig wären, lassen sich eben nicht einfach so über die Sommerferien besetzen“, sagt Dammann-Tamke. Das habe das Ministerium inzwischen auch eingeräumt (Pressemitteilung des Kultusministeriums vom 18. August 2015).

Um die absehbaren Lücken zu stopfen, habe Kultusministerin Heiligenstadt in den Sommerferien ein Notprogramm präsentiert und ihre verfehlte Arbeitszeitverordnung zurückgenommen. „Die Kultusministerin agiert nach dem Prinzip Hoffnung: Sie hofft, dass Lehrer freiwillig mehr arbeiten, um die Unterrichtsversorgung zu retten. Das ist das Gegenteil von solider Politik im Sinne einer guten Bildung für unsere Kinder“, so Seefried und Dammann-Tamke und appellieren an das Kultusministerium, nun nicht Lehrkräfte zwischen den Schulformen hin- und herzuschieben, da sonst an anderen Schulformen wie den Oberschulen, Haupt- und Realschulen oder sogar den Grundschulen ebenfalls ein Lehrermangel drohe.

„Die Landesregierung hat mit ihrer verfehlten Bildungspolitik eine wirkliche Krisensituation in unseren Schulen herbeigeführt und sich damit selbst alle Möglichkeiten geraubt endlich mehr für Bildungsqualität zu erreichen“, so Kai Seefried der auch schulpolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion ist. „Verschärft wird diese schwierige Situation durch die enormen Flüchtlingsströme nach Deutschland. Wir rechnen mit 30.000 bis 40.000 Kindern und Jugendlichen die zum großen Teil ohne jegliche Deutsche Sprachkenntnisse in unseren Schulen ankommen. Hier muss die Landesregierung endlich handeln und nicht alles den Kommunen und den vielen ehrenamtlichen Helfern überlassen“, so Seefried weiter. Die CDU-Landtagsfraktion hat hierzu jetzt auch eine Sondersitzung des Niedersächsischen Landtages beantragt.

Die CDU-Abgeordneten bieten Schülern, Eltern und Lehrkräften an, sich bei Problemen mit der Unterrichtsversorgung an einzelnen Schulen aller Schulformen direkt an Kultusministerin Heiligenstadt heranzutreten und dafür einzusetzen, dass Abhilfe geschaffen wird. Sie bitten darum, ihnen diese Fälle mit Nennung der Schule und genauer Schilderung des Problems direkt per Mail an mail@kai-seefried.de oder wahlkreisbuero@dammann-tamke.de oder telefonisch unter 04141-7976488 zu melden.