Die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Kristina Schröder, hat in Stade eine von bundesweit rund 4.000 Schwerpunkt-Kitas besucht. Die Einrichtungen werden vom Bund im Rahmen der „Offensive Frühe Chancen“ gefördert. Insgesamt stellt der Bund für die Initiative bundesweit mehr als 400 Millionen Euro bereit. In der „Offensive Frühe Chancen“ werden von März 2011 bis zum 31. Dezember 2014 mehr als 4.000 Schwerpunkt-Kitas gefördert. Dafür stellt der Bund rund 400 Millionen Euro zur Verfügung. Jede geförderte Einrichtung erhält davon 25.000 Euro pro Jahr, jeder Einrichtungsverbund 50.000 Euro pro Jahr.

Die Förderung endet am 31. Dezember 2014. Die ersten 3.000 Einrichtungen wurden ab März 2011 zu Schwerpunkt-Kitas Sprache & Integration ausgebaut, die zweite Förderwelle mit rund 1.000 weiteren Kitas startete im Frühjahr 2012. In der DRK-Kita in Stade konnte sich die Bundesministerin überzeugen, wie die Mittel sinnvoll zum Wohle der Kinder eingesetzt werden. „Die Vorstellung des Projektes durch die Kita-Leitung hat eindrucksvoll bewiesen, dass der Bund mit dieser Initiative sprachliche Barrieren abbaut und bereits in einem frühren Stadium die Sprache der Kinder fördert“, freut sich der CDU-Landtagsabgeordnete Kai Seefried über den Besuch der Ministerin, der auch auf die enormen finanziellen Anstrengungen des Landes Niedersachsen im Bereich der frühkindlichen Bildung hingewiesen hat. „Niedersachsen erstattet den Kommunen jährlich 100 Mio. Euro für das beitragsfreie Kindergartenjahr und zahlt den kommunalen und freien Trägern der rund 4.000 Kitas jährlich über 400 Mio. Euro“, so Seefried. „Sprache eröffnet Kindern Welten“, sagt Bundesfamilienministerin Kristina Schröder. „Sprache ist entscheidend für Erfolg in der Schule und im Beruf und für die Integration in die Gemeinschaft. Um allen Kindern unabhängig von Herkunft und sozialen Rahmenbedingungen eine faire Chance auf gesellschaftliche Teilhabe zu bieten, brauchen wir qualitativ hochwertige Bildungsangebote in den Kitas – so wie es hier vorbildlich umgesetzt wird.“ Unterstützt werden die Erzieherinnen und Erzieher in den Schwerpunkt-Kitas von Sprachexpertinnen und Sprachexperten, die wichtige Impulse für die Umsetzung der sprachlichen Bildung, die Zusammenarbeit mit den Eltern und die Qualifizierung des Teams setzen. Für die Investitionskostenzuschüsse hat der Bund 2007 das Sondervermögen „Kinderbetreuungsausbau“ im Umfang von 2,15 Milliarden Euro aufgelegt. Auch die Zuschüsse des Bundes zu den laufenden Betriebskosten für die neuen Plätze in Tageseinrichtungen und in der Kindertagespflege von 1,85 Milliarden Euro gehen bis 2013 direkt an die Länder. Anschließend fließen dauerhaft 770 Millionen Euro Bundesmittel pro Jahr für die Betriebskosten direkt in die Landeshaushalte. Ein weiterer Baustein zum Ausbau des Betreuungsangebotes ist das Förderprogramm „Betriebliche Kinderbetreuung“. Dabei erhalten Arbeitgeber vom Bundesfamilienministerium einen Zuschuss, wenn sie neue, betriebliche Kinderbetreuungsplätze einrichten. Die Förderung wird als Anschub für bis zu zwei Jahre gewährt. Je neu geschaffenem Ganztagsbetreuungsplatz werden 400 Euro pro Monat als Zuschuss zu den laufenden Betriebskosten gezahlt. Insgesamt können die Unternehmen während des Förderzeitraums eine Unterstützung von 9.600 Euro pro Betreuungsplatz erhalten.