Hannover/Jork. Während eines Ortstermins im Alten Land haben die Mitglieder des CDU-Arbeitskreises Wirtschaft ihre Forderung an die rot-grüne Landesregierung erneuert, die A26 spätestens ab Mai 2015 in beide Fahrtrichtungen freizugeben. Der wirtschaftspolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Karl-Heinz Bley, erklärte: „Der Umgang der rot-grünen Landesregierung mit der Autobahn 26 gleicht einem Schildbürgerstreich: Bau und Planung der A26 haben sich jahrelang hingezogen. Jetzt, da die Bundesstraße 73 und ihre Anwohner durch die neue Autobahn endlich entlastet werden könnten, gibt Wirtschaftsminister Lies den Abschnitt Horneburg-Jork nur teilweise und lediglich in eine Fahrtrichtung frei.“

Lies müsse endlich Tempo bei diesem für das Alte Land wichtige Verkehrsprojekt machen, forderte Bley. „Die Menschen entlang der B73 und im gesamten Alten Land erwarten eine Entspannung der Verkehrssituation, keine weitere Belastung.“ Genau dazu könne es allerdings kommen, befürchtet der CDU-Wirtschaftsexperte mit Blick auf Lies‘ Ankündigung vom 27. Oktober, nach der ein dreistufiges Verkehrsmonitoring an der B73 durchgeführt werden soll.
„Die Anschlussstellen der A26 müssen in der Lage sein, den aufkommenden Verkehr aufzunehmen“, unterstrich Bley die Haltung der CDU. Zudem dürfe der Schwerlastverkehr erst über die Autobahn fließen, wenn die A26 soweit fertiggestellt sei, dass der Anschlusspunkt Neu Wulmstorf erreicht werden kann. „Lies muss dafür sorgen, dass die Landesstraße durch das Alte Land entlang der Elbe vom Schwerlastverkehr soweit wie möglich entlastet und Routen von Maut-Flüchtlinge durch das Alte Land verhindert werden. Insbesondere die Landesstraßen im Alten Land sind für den Schwerlastverkehr schlicht nicht ausgelegt.“
Auch für einen Lückenschluss zwischen A26 und A7 müsse sich die Landesregierung einsetzen, sagte Bley: „Lies muss sich endlich von seinen grünen Koalitionspartnern emanzipieren und für Niedersachsen wichtige Infrastrukturprojekte voranbringen, anstatt sie auszusitzen. Ein Anschluss der A26 an das Hamburger Stadtgebiet bietet der lokalen Wirtschaft potentielle Zukunftschancen und sorgt dies- und jenseits der Elbe für weitere Verkehrsentlastung.“