CDU-Landtagsabgeordneter Kai Seefried freut sich über Landesförderung

Balje. Jetzt kann und muss es richtig losgehen. Wie der CDU-Landtagsabgeordnete Kai Seefried mitteilt, erhält die Gemeinde Balje aus dem Programm zur Förderung der integrierten Entwicklung (ZILE) des Ministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Verbraucherschutz eine umfangreiche Landesförderung für den Umbau des Dorfgemeinschaftshauses. Insgesamt wird das Land die geplanten Baukosten in Höhe von rund 650.000 Euro mit 63% bezuschussen und hat hierfür eine Zuwendung in Höhe von 410.000 Euro genehmigt. „Ich freue mich sehr über diese große Fördersumme für ein so wichtiges Projekt. Immer wieder habe ich in beeindruckender Weise den großen Zusammenhalt der Dorfgemeinschaft in Balje erlebt und weiß, wie wichtig dabei auch das Dorfgemeinschaftshaus als zentraler Treffpunkt ist“, so Kai Seefried. Auch der Baljer Bürgermeister Hermann Bösch ist dem Land für die positive Nachricht sehr dankbar. „Wir können dem Land garantieren, dass jeder Euro Förderung bei uns gut angelegt ist, dies haben wir auch bei anderen Projekten wie dem Dorfplatz bereits bewiesen. Sehr schnell werden wir jetzt die notwendige Planungen auf den Weg bringen und auch möglichst kurzfristig mit den Baumaßnahmen beginnen“, so Bösch. Schnelligkeit ist jetzt auch wirklich notwendig, denn um die Förderung ordnungsgemäß abrechnen zu können, ist eine Abwicklung des Projektes bis zum 31.10.2022 vorgesehen.

CDU Landratskandidat Kai Seefried diskutiert in vierter Zukunftswerkstatt über die Gesundheitsversorgung im Landkreis

Landkreis Stade. Die vierte Zukunftswerkstatt des CDU Landratskandidaten Kai Seefried stand unter dem Motto „Gesundheit – gut und sicher versorgt im Landkreis Stade“. Seefried hatte hierzu Experten aus der Region, aber auch darüber hinaus für eine Online-Veranstaltung in das Schloss Agathenburg eingeladen. Mit dabei war auch der niedersächsische Wissenschaftsminister Björn Thümler, der in seiner Funktion für die hochschulmedizinische Ausbildung in Niedersachsen zuständig ist. Das Land beabsichtigt sehr zeitnah weitere Ausbildungskapazitäten in Niedersachsen zu schaffen. Dafür müssen unter anderem am Standort der European Medical School in Oldenburg noch rund 120 Mio. Euro investiert werden, um die entsprechenden Rahmenbedingungen zu schaffen. Aber auch an den Hochschulstandorten Hannover und Göttingen ist ein weiterer Ausbau der Kapazitäten geplant. 

Grundsätzlich bleibt aber auch für den Landkreis Stade der Fachkräftemangel eine der größten Herausforderungen, der sich bereits jetzt deutlich abzeichnet. Dies unterstrich Prof. Holger Schmidt von den Stader Elbe-Kliniken, der in seiner Funktion als Beauftragter für das praktische Jahr an der Veranstaltung teilnahm. Er legte den Finger in die Wunde, denn der fehlende Ärztenachwuchs ist nicht nur ein Stader Problem, sondern beschäftigt alle Regionen in Deutschland. Schmidt ist davon überzeugt, dass nur ein noch stärkerer Ausbau der Studienkapazitäten eine Verbesserung für die Zukunft bringen kann. Gleichzeitig machte Schmidt konkrete Vorschläge, wie auch kurz- und mittelfristig etwas getan werden könnte. Die konkrete Idee, die sich anschließend wie ein roter Faden durch die Veranstaltung zog, sieht vor, Medizinstudenten aus Deutschland, die ihre Ausbildung im Ausland machen, in der Praxisphase wieder zurückzuholen und hier vor Ort auszubilden. Hierfür bedarf es entsprechende Ausbildungsstellen in den Kliniken, aber auch kooperierende Hochschulen und Professoren als Partner. Als weitere Diskussionsteilnehmer waren auch Prof. Frank Albe als Präsident der Privaten Hochschule Göttingen sowie die Vizekanzlerin Peggy Reppening dabei. Beide zeigten sich offen für eine solche Kooperation in Stade. Wichtig sei es, dass hierbei die Region, aber auch das Land entsprechende Initiativen unterstützt. 

Wie eine kommunale Unterstützung vor Ort aussehen kann, berichtete der Landrat des Landkreises Emsland, Marc-André Burgdorf. Das Emsland hat sich bereits vor über zehn Jahren auf den Weg gemacht, eigene Ausbildungsinitiativen für den Bereich der Ärzteausbildung zu starten: „Wir fangen bereits bei den Abiturienten an, für eine Ärzteausbildung zu werben und an die Region zu binden“ so Landrat Burgdorf. Hierfür wurde auf Initiative des Landkreises gemeinsam mit der Kassenärztlichen Vereinigung und weiteren Partnern eine eigene Gesellschaft gegründet, die Aus- und Weiterbildungsangebote organisiert und neben finanziellen Aspekten vor allem eine emotionale Bindung an die Region erreichen will. Seit 2014 hat der Landkreis in diesem Bereich rund 1,5 Mio. Euro investiert. Der Niedersächsische Wissenschaftsminister Björn Thümler ist den Initiativen aus der Region heraus gegenüber sehr aufgeschlossen. Das Land muss und wird sich weiter auf den Ausbau der Ausbildungskapazitäten an den Niedersächsischen Hochschulstandorten konzentrieren. Regionale Initiativen finden aber seine Unterstützung. „Genau dies war mein Ziel“, fasste Kai Seefried den ersten Teil der Zukunftswerkstatt zusammen. Denn in eben diese Richtung, Medizinerausbildung in der Region zu betreiben und hierfür eigene regionale Initiativen zu starten und möglicherweise mit einer eigenen Stiftung seitens des Landkreises zu unterstützen, könne laut Seefried ein Weg im Wettbewerb um den Ärztenachwuchs sein. Dabei blickte er auch nicht nur auf den Landkreis Stade, sondern sieht ebenso wie auch die Vertreter der PFH Göttingen die Möglichkeit, Ausbildungskapazitäten für den gesamten Elbe-Weser-Raum zu schaffen und damit auch weitere Kliniken in den Landkreisen Cuxhaven, Rotenburg, Harburg und darüber hinaus mit zu unterstützen. 

In einem weiteren Impuls berichtete der gesundheitspolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Volker Meyer über die Ergebnisse der Enquete-Kommission. In dieser hat man sich darauf verständigt, die Regionen in Niedersachsen in verschiedene Versorgungsgebiete zu unterteilen. In jedem Gebiet soll es mindestens ein Krankenhaus der Grund- und Regelversorgung geben. In bisher unterversorgten Regionen soll durch sogenannte regionale Gesundheitszentren zur Bündelung der ärztlichen Versorgung geschaffen werden. Notfalls könnten in dieser Form auch gefährdete Krankenhäuser bestehen. Den konkreten Blick auf die Region lieferte Dr. Stephan Brune, der Vorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung der Bezirksstelle Stade. Er sieht das Gesundheitssystem grundsätzlich gut ausgestattet, bemängelt als Sportmediziner aber, dass viel zu wenig für die Vorsorge getan werden. Insgesamt sei die Anspruchshaltung zu groß. Es wird zu schnell und zu viel zum Arzt gegangen. Hinzu kommt der steigende bürokratische Aufwand, sodass die Belastungssituation immer weiter zunehme. Die Herausforderung liegt darin, bereits heute erkennbare Renteneintritte von Hausärzten in den Blick zu nehmen und für entsprechende Nachfolgeregelungen zu sorgen. Die Kassenärztliche Vereinigung stehe hier immer als Ansprechpartner und Unterstützer zur Verfügung. In sogenannten unterversorgten Gebieten bestehe auch immer die Möglichkeit von Investitionshilfen bei der Übernahme von Praxen. Grundsätzlich hielt Brune noch einmal ein leidenschaftliches Plädoyer für den Beruf des selbstständigen Arztes und hält die Gründung von sogenannten Medizinischen Versorgungszentren nicht für die grundsätzlich richtige Antwort für den ländlichen Bereich. Zudem verwies Brune auch auf die verschiedenen Initiativen, die in den letzten Jahren in Kooperation zwischen Landkreis, Kassenärztlicher Vereinigung und weiteren Partnern auf den Weg gebracht wurden, hierzu gehört das Projekt Landgang, um angehende Ärzte in ihrer Ausbildungszeit in die Region zu holen. Ganz neu soll jetzt das sogenannten Studentencamp beginnen, bei dem auch Studenten in ihrer Praxisphase in die Region geholt werden. Als letzter Impulsgeber verwies Hubert Bühne von der stader Industrie – und Handelskammer auch auf die wirtschaftliche Bedeutung einer guten Versorgung: „Eine gute Gesundheitsversorgung ist immer auch Standortfaktor“, so Bühne. So werden bei Neuansiedlung von Unternehmen oder einem Ausbau von Arbeitsplätzen immer auch die Standortbedingungen und damit eben auch die ärztliche Versorgung betrachtet. Daher engagiere sich die IHK auch im Bereich von Förderprojekten wie zum Beispiel der Initiative Landgang des Landkreises Stade. 

In einer abschließenden Diskussionsrunde fassten die Teilnehmer die verschiedenen Aspekte der Zukunftswerkstatt zusammen. Für den ländlichen Bereich des Landkreises muss es grundsätzlich darum gehen, attraktive Rahmenbedingungen für Haus- und Fachärzte zu bieten. Landkreis, Kassenärztliche Vereinigung aber auch die Kommune sollten Ärzte bei Neugründungen oder Praxisübernahmen unterstützen. Medizinische Versorgungszentren oder wie sie in dem Bericht der Enquete-Kommission zur Gesundheitsversorgung genannt wurden, regionale Gesundheitszentren, können ergänzende Angebote sein. Vor allem konzentrierte sich aber auch diese abschließende Diskussionsrunde noch einmal darauf, wie konkrete Konzepte für eine Medizinerausbildung in der Region aussehen können. Hierzu möchte Seefried weitere Initiativen starten und die Beteiligten zusammenbringen, damit eigene Konzepte aus der Region entwickelt werden, die auch dem Land deutlich machen, dass der Landkreis selbst bereit ist etwas zu tun und hierfür für Untersetzung durch das Land zu werben.

Landkreis Stade. Der CDU-Landtagsabgeordnete und Landratskandidat Kai Seefried steht am Montag, 12. Juli von 20.00 Uhr bis 22.00 Uhr erneut bei einem Bürgertelefon für das direkte Gespräch zur Verfügung. „Der Gesprächsbedarf ist nach wie vor groß und es ist mir wichtig, immer wieder auch persönlich für das Gespräch zur Verfügung zu stehen, um Fragen unkompliziert und direkt klären zu können“, so Kai Seefried. Das Bürgertelefon ist zu erreichen unter Tel. 04141-518613. Eine telefonische Voranmeldung oder Terminvereinbarung ist nicht notwendig. Kai Seefried bittet aber um Verständnis, falls die Leitung belegt ist oder nicht sofort zurückgerufen werden kann. Zusätzlich zum Bürgertelefon weist er darauf hin, dass er auch jederzeit unkompliziert und direkt per Email unter mail@kai-seefried.de zu erreichen ist und für entsprechende Anfragen gerne zur Verfügung steht.

Arbeitskreis Häfen und Schifffahrt der CDU-Landtagsfraktion zu Besuch im Stader Seehafen

Der Stader Seehafen hat auch in der Corona-Krise seine starke Position behauptet. Im Gegensatz zu anderen Hafenstandorten, die in der Krise Umschlagsrückgänge verbuchen mussten, konnte in Stade der Seegüterumschlag auf 6,2 Millionen Tonnen erhöht werden. Über aktuelle und zukünftige Perspektiven hat sich der Arbeitskreis Häfen und Schifffahrt der CDU-Landtagsfraktion bei einem 2-tägigen Besuch in Stade informiert. Die aktuelle Perspektivplanung des Landes weist dem Hafen bis 2030 eine positive Entwicklung zu. Danach ist davon auszugehen, dass sich die Umschlagskapazitäten der bisher bestehenden Anlagen weiter auf 6,4 bis 7,2 Millionen Tonnen erhöhen werden. In dem Perspektivpapier ist der Seehafen in 4 Planbereiche eingeteilt, die sich derzeit alle in einem Veränderungs- und Entwicklungsprozess befinden.

Die Nordpier, die durch das ansässige Unternehmen AOS genutzt wird, soll bereits in den nächsten 2 Jahren mit einem weiteren Entlader versehen werden. Der AOS Geschäftsführer Volker Richter will damit die Umschlagskapazitäten und die Produktionssicherheit des Unternehmens erhöhen und betont, dass diese Investition auch ein klares Bekenntnis zum Standort sei.

Für den Nordhafen wird in dem Perspektivpapier des Landes eine Erweiterung um 24 Hektar aufgezeigt. Hiermit könnte die Kaikante um 1,1 Kilometer verlängert werden und zukünftig die Gleisanbindung bis auf das Terminal geführt werden. Hier überholt die aktuelle Entwicklung schon fast das Perspektivpapier, denn auf Betreiben der Stader Wirtschaft und dem Seehafen Stade e.V. wird derzeit in Zusammenarbeit mit der Niedersachsen Ports GmbH & Co. KG eine entsprechende Machbarkeitsstudie als Grundlage für ein Planfeststellungsverfahren entwickelt. NPorts Standortleiter Knut Kokkelink ist von dem Erfolg durch die dann vorhandene Trimodalität des Terminals über das seeschifftiefe Fahrwasser, die Autobahn A26 und die Schiene überzeugt.

Der Südhafen, der durch das Stader Chemieunternehmen Dow genutzt wird, ist nah am Limit seiner Kapazitäten angekommen. Hier wird aktuell ein Planfeststellungsverfahren für eine Erweiterung der Pier mit einem zusätzlichen Löschkopf unter anderem für Flüssiggas vorbereitet. Hinzu kommen die aktuellen Planungen für ein neues Terminal für verflüssigte Gase. Auch dieses Verfahren wird gleichzeitig mit der Erweiterung des Südhafens vorbereitet und soll noch in diesem Jahr in ein Planfeststellungsverfahren münden. Die Planung für dieses Terminal u.a. zum Umschlag von LNG ist bereits sehr weit vorangeschritten. Alle wichtigen Genehmigungsvoraussetzungen sind erfüllt. In diesem Zusammenhang wurde auch mehrfach überprüft und bestätigt, dass in Stade auch die nautischen Bedingungen ein solches Terminal ermöglichen. Von Stade aus könnte dann zukünftig auch die „Ship to Ship“ Bebunkerung und Versorgung des Hamburger, sowie der Nord- und Ostseehäfen erfolgen.

Eingeladen zur Bereisung des Arbeitskreises der CDU-Landtagsfraktion hatte der örtliche Landtagsabgeordnete Kai Seefried. Er unterstützt die verschiedenen Entwicklungen im Seehafen ausdrücklich. Neben dem konkret in Planung befindlichen Terminal für verflüssigte Gase sieht Seefried vor allem in der Nordhafenerweiterung einen zentralen Schlüssel für die Zukunft des Seehafens. Seefried nutzte den Besuch, um bei seinen Kollegen dafür zu werben, dass im Falle eines guten Ergebnisses der Machbarkeitsstudie, und von diesem ist der Abgeordnete fest überzeugt, anschießend ein Planfeststellungsverfahren durch das Land in Auftrag gegeben werden müsse.

Bei seinen Kollegen fand Seefried damit offene Ohren. Der hafenpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion Bernd-Carsten Hiebing betonte, dass der Stader Seehafen und die Stader Wirtschaft die Zeit der Krise wirklich genutzt haben, um die Vorbereitungen für konkrete Maßnahmen in Stade zu treffen. Das Perspektivpapier des Landes könne hier schnell mit Leben gefüllt werden. „Ich sehe hier klare Chancen, die das Land nutzen muss“, so Hiebing. Gleichzeitig lobte er die Stader Wirtschaft, die auch mit eigenen finanziellen Mittel die aktuellen Planungen und auch die Machbarkeitsstudie mitfinanzieren. „Hier ist nicht das Motto macht mal, sondern die Wirtschaft legt selbst vor“, ist Hiebing dankbar.

Für den Seehafen Stade e.V. fasste der Vorsitzende Marcus Schlichting zusammen, dass es am Standort einen breiten Schulterschluss der Region gebe. Wirtschaft, Politik und Verwaltung stehen hinter den aktuellen Entwicklungen und unterstützen die Vorhaben. Jetzt ist auch das Land gefordert, diese Chancen zu ergreifen und zu nutzen.

Hier finden Sie das Perspektivpapier für den Stader Hafen von Niedersachsen Ports:

Landkreis Stade / Hannover. Das Land Niedersachsen fördert die Sanierung von Sportstätten im Land in diesem Jahr mit insgesamt 23 Mio Euro. Ausgeschüttet wird das Geld des Landes über das Innenministerium, in dessen Zuständigkeit auch der Sport in Niedersachsen liegt. Mit dem Förderprogramm sollen Kommunen und Vereine bei der Sanierung und teilweise auch bei Ersatzbaumaßnahmen von Sportstätten gefördert werden. Die Gesamtförderung über einen Fünfjahreszeitraum beläuft sich dabei auf rund 100 Mio Euro.

Im Kreis Stade profitieren von der Unterstützung in diesem Jahr die Geestlandhalle in der Samtgemeinde Fredenbeck, in der die Sanierung des Schwingbodens mit rund 140.000 Euro bezuschusst wird. Außerdem wird der VSV Hedendorf-Neukloster bei der Sanierung des Abwassersystems/Regenrückhaltebeckens mit rund 48.000 Euro unterstützt.

„Der Sport bei uns im Landkreis ist zentraler Akteur zur Gesunderhaltung der Menschen und trägt wesentlich zu unserem gesellschaftlichen Zusammenhalt bei. Ich freue mich darum sehr, dass das Land diese beiden Sportstättensanierungen fördert“, sagte der CDU Landtagsabgeordnete und Landratskandidat Kai Seefried. Sein Landtagskollege Helmut Dammann-Tamke ergänzte: „Gerade die letzten Krisenmonate haben nochmal gezeigt, welch hohe Bedeutung der Sport hat, ich freue mich daher sehr über die Unterstützung durch das Sportstättensanierungsprogramm.“

CDU Landratskandidat Kai Seefried diskutiert mit Experten über Kinderrechte und Bildung.

Landkreis Stade. Unter dem Motto „Bildung und Soziales – Kinder und Jugendliche in der Krise“ hat der CDU Landratskandidat Kai Seefried zu seiner dritten Zukunftswerkstatt für den Landkreis Stade eingeladen und Experten aus der Region und darüber hinaus zusammengeführt. Im Mittelpunkt der Diskussion stand der Schutz der Kinderrechte und vor allem die Digitalisierung, insbesondere im Hinblick auf die Folgen der Coronakrise. 

Den Einstieg in die rund dreistündige Veranstaltung machte Prof. Dr. Gunda Voigts von der Hochschule für angewandte Wissenschaften in Hamburg. Seefried hatte sie bewusst ausgewählt, um gleich zu Beginn der Veranstaltung aufzurütteln und auf die besonders belastende Situation von Kindern und Jugendlichen in der Coronakrise hinzuweisen. Voigts machte gleich zu Beginn deutlich, dass aus ihrer Sicht die Rechte der Kinder und Jugendlichen in der Krise komplett missachtet werden. Sie appellierte daran, Kindern und Jugendlichen mehr Freiräume zu geben:“ Sie wollen ihren Beitrag zur Krise leisten und sorgsam mit den entsprechenden Vorgaben umgehen. Es muss aber möglich sein Schulen, Hochschulen und auch das private Leben aufrecht zu erhalten!“, so der Appell von Prof. Voigts. Inhaltlich nahtlos anschließen konnte sich an diesen inhaltlich aufrüttelnden Impuls der Landesvorsitzende des Kinderschutzbundes Niedersachsen, Johannes Schmidt. Er legte den Finger in die Wunde:“ Die UN-Kinderrechte sind bis heute nicht angekommen. Im Regelfall kennen Kinder sie selbst noch nicht einmal“, so Schmidt. Es sei dringend notwendig, dass die drei Säulen aus Schutz, Förderung und Beteiligung in allen gesellschaftlichen wie auch politischen Bereichen umgesetzt werden. Auf der Landesebene werden jetzt als Ergebnisse aus der Kinderschutzkommission entsprechende Maßnahmen vorbereitet. Auch eine Ombudsstelle als Anlaufpunkt für Kinder soll es zukünftig geben. Schmidt wünscht sich jedoch, dass die Kinderrechte auch auf der regionalen Ebene stärker in den Blick genommen und gebündelt werden. „Nach jeder Kreistagssitzung sollten sich die Verantwortlichen fragen, ob die gefassten Beschlüsse eine gute Wirkung für die Zukunft von Kindern und Jugendlichen haben“, so Schmidt. Vor Ort auf der kommunalen Ebene appelliert er für die Einführung von Kinder-und Jugendbeiräten, die mehr sind als nur ein Ideengeber, sondern wirkliche Verantwortung und auch ein eigenes Budget erhalten. Auch die Einführung von Ratsbeauftragen für Kinder und Jugendliche seien aus seiner Sicht geeignete Maßnahmen. 

Aus der Arbeit der Beratungsstelle des Diakonieverbandes Buxtehude-Stade berichtete die Leiterin Kerstin Meyer. Sie verdeutlichte, dass der Landkreis Stade im Prinzip die gleichen Herausforderungen hat wie alle anderen Regionen in Deutschland. Als besondere Herausforderung sieht sie jedoch die Größe des Landkreises und auch den hohen Anteil der ländlichen Bereiche. Hier ist es Ihrer Ansicht nach wichtig, auch vor Ort niedrigschwellige Beratungsangebote anzubieten. Zusätzlich müsse die Gewaltprävention verstärkt werden. Passend zu den Ausführungen von Johannes Schmidt unterstrich sie, dass Kinderschutz eine Querschnittsaufgabe aller Bereiche sein müsse. Im Hinblick auf die Inklusion, die öffentlich sehr stark im Bereich der Schule diskutiert wird, berichtete die Fachberaterin Beate Szillat von der BÖRNE. Ihr Plädoyer lautete: Inklusion muss nicht heißen, alle gleich zu machen, sondern das Kindeswohl muss im Mittelpunkt stehen. Mit dem Schwerpunkt der beruflichen Ausbildung brachte sich die Industrie- und Handelskammer Stade, vertreten durch Dirk Immken, in die Diskussion ein. Er warb dafür, die berufliche Bildung als Stärke des Bildungssystemes zu betrachten und weiter zu stärken. Wichtig sei für ihn, dass der Digitalisierungsprozess, der jetzt durch die Coronakrise einen enormen Schub bekommen hat, nicht gebremst wird, sondern konsequent weiterverfolgt wird. Die Berufsbildenden Schulen müssen dementsprechend gut ausgestattet sein und es gilt auch zukünftig wohnortnahe Schulangebote aufrecht zu erhalten. Den Schwerpunkt auf die Digitalisierung in der Bildung legte auch die bildungspolitische Sprecherin und stellvertretende Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion, Mareike Wulf. „Wenn diese Krise irgendetwas Positives mit sich gebracht hat, dann ist es, dass alle gelernt haben, die Digitalisierung in der Schule umzusetzen“, so Wulf. Ihr sei es ganz besonders wichtig, dass dieser Weg weitergegangen werde, Schulen entsprechend ausgestattet sind und Lehrkräfte auch weiter für diese Aufgabe qualifiziert werden. 

In einem offenen Forum, zu dem Seefried Jugendliche eingeladen hatte, um selbst ihre Sichtweisen und Positionen einzubringen, berichtete Niels Kohlhaase aus Buxtehude, dass aus seiner Sicht die Betroffenheiten während der Krise ganz unterschiedlich gewesen sind. Während zum Beispiel in seinem Ausbildungsberuf weitergearbeitet werden konnte und es kaum Einschränkungen gab, traf es natürlich junge Menschen in anderen Bereichen, die zum Teil einem Berufsverbot unterlagen, deutlich dramatischer. Alle Teilnehmer waren stimmten den Ausführungen von Niklas Mehrkens aus Harsefeld zu, der die Situation vieler Jugendlicher beschrieb: „Uns ist schon wirklich etwas verloren gegangen. Diese Zeit werden wir auch nicht nachholen können. Vor allem wünschen wir uns aber gleiche Rechte wie diejenigen, die einen vollen Impfstatus bekommen. Eine Diskussion darüber, dass nur Geimpfte Vorteile genießen und Kinder und Jugendliche, die aufgrund der Priorität oder des Alters keinen Zugang zu einer Impfung haben, empfinden wir als Benachteiligung!“ Die Einführung eines Kinder- und Jugendbeirates fand auch nicht nur Zustimmung. So wurde auch darauf verwiesen, dass es bereits bestehende Institutionen mit Stadtjugendringen sowie dem Kreisjugendring gibt. Auch Seefried betonte hier, dass es wichtig sei, vorhandene Strukturen bei möglichen Veränderungen einzubinden.

In einer großen Diskussionsrunde nahmen dann zusätzlich noch Vertreter des Deutschen Roten Kreuzes, der Lebenshilfe und der BÖRNE teil. Uwe Lütjen als Kreisgeschäftsführer des DRK wies im Hinblick auf die geführte Diskussion darauf hin, dass es wichtig sei, am Kindeswohl ausgerichtet entsprechende Angebote zu schaffen. Hier warb er auch noch mal für einen verstärkten Blick auf Integrationskindergärten. Der Geschäftsführer der Lebenshilfe Stade Niko Lampio blickte durchaus positiv auf die Bewältigung der Coronakrise in den vergangenen Monaten zurück. Natürlich habe es massive Einschnitte in die soziale und bildungspolitische Arbeit gegeben. Er wollte bei dieser Gelegenheit aber auch nochmal ein großes Lob aussprechen, an alle, die in diesem Bereichen Verantwortung übernehmen. Dies gilt insbesondere auch in Richtung der vielen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die versucht haben, im Sinne der Kinder und der Familien ihr Möglichstes zu leisten und vielfach auf eine aufsuchende Arbeit vor Ort umgestellt haben. Klar sei aber auch aus Sicht von Niko Lampio, dass die Folgen jetzt nicht außer Acht geraten dürfen, sondern Kinder, Jugendliche und auch Familien insgesamt in den Fokus gehören. Im Hinblick auf das Thema Schulbegleitung warb die Geschäftsführerin der BÖRNE, Stefanie Mencke für eine am Kind ausgerichtete Entscheidung, um entsprechende Unterstützungsmöglichkeiten bedarfsgerecht für Kinder und Jugendliche zur Verfügung zu stellen. Gleichzeitig war ihr der Ausbau der Fachkräfteausbildung ein besonderes Anliegen.

In einer Schlussrunde wurden noch einmal die zentralen Wünsche zusammengefasst. Im Zentrum standen hier ein engagiertes Angehen der Herausforderungen, aber auch der Chancen im Bereich der Digitalisierung, die Forderung, dass Kinderschutz und Bildung mehr zusammengedacht werden müssen und die Schere zwischen gut und möglicherweise nur eingeschränkt ausgestatteten Schulen nicht größer werden dürfte. Außerdem müsse die Vielfalt zur Normalität werden. Alle Beteiligten warben für eine gute Personalausstattung, eine enge Vernetzung der verschiedenen Beratungs- und Unterstützungsangebote und dafür, die Kinderrechte deutlich mehr in den Mittelpunkt zu stellen. Dies war auch für den CDU-Landratskandidaten die zentrale Botschaft der Zukunftswerkstatt.

Landkreis Stade. In seiner vierten Zukunftswerkstatt nimmt sich der CDU-Landratskandidat Kai Seefried der Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum an. Unter dem Titel „Gesundheit – gut und sicher versorgt im Landkreis Stade“ diskutiert er daher am 5. Juli ab 17.00 Uhr im Schloss Agathenburg mit Experten und Bürgern, wie die medizinische Versorgung sichergestellt werden kann. „Die Versorgung mit Fachärzten wird durch den demografischen Wandel eine große Herausforderung in den ländlichen Gebieten unseres Landkreises, die wir schon jetzt erkennen und lösen müssen“, erläutert Seefried eine Kernfrage der Zukunftswerkstatt. Aber auch die Versorgung der Hansestädte ist für den CDU-Politiker ein wichtiges Anliegen:“ Schon heute wissen wir um den Fachkräftebedarf an unseren Elbekliniken. Darum möchte ich neue Konzepte vor Ort entwickeln, um die angespannte Situation zu entschärfen.“ Dabei freue sich Seefried sehr darüber, dass auch der Niedersächsische Wissenschaftsminister Björn Thümler MdL seine Teilnahme zugesagt hat und mit den weiteren Experten und allen interessierten Bürgern diskutieren wird. 

Außerdem werden folgende Gäste an der Zukunftswerkstatt teilnehmen: Prof. Dr. Holger Schmidt, Chefarzt der Klinik für Neurologie und beauftragter für das praktische Jahr an den Elbe-Kliniken, Volker Meyer MdL, gesundheitspolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Prof. Dr. Frank Albe, Präsident der Privaten Hochschule Göttingen, Diplomvolswirtin Peggy Repenning, Vizekanzlerin der Privaten Hochschule Göttingen, Marc-André Burgdorf, Landrat des Emslandes, Dr. Stephan Brune, Vorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung der Bezirksstelle Stade sowie Hubert Bühne von der IHK Stade. 

Seefried lädt alle interessierten Bürger ein, sich in der Onlineübertragung der Werkstatt mit ihren Ideen, Hinweisen und auch Kritik nach den Impulsvorträgen und in den Diskussionen einzubringen.

In weiteren Zukunftswerkstätten werden die Themen „Tourismus & Freizeit“, „die Zukunft des Einzelhandels“, „Bildung & Soziales“ sowie „Wohnen Leben & Arbeiten“ thematisiert. Alle Termine finden Interessierte unter www.kai-seefried.de. Wer an den Zukunftswerkstätten teilnehmen möchte, kann sich per Mail unter info@cdu-stade.de und telefonisch über 04141-518613 anmelden. Die Zugangsdaten und weitere Informationen erhalten die Teilnehmer nach der Anmeldung per E-Mail.

Wirtschaftsministerium macht den Weg für EVB-Machbarkeitsstudie frei

Nahezu einstimmig haben sich im vergangenen Jahr die Kreistage in Rotenburg (Wümme), Stade und Osterholz für eine Reaktivierung der „Moorexpress-Strecke“ von Stade über Bremervörde bis Osterholz-Scharmbeck für den Personenverkehr ausgesprochen. Anlass für die beiden Landtagsabgeordneten Kai Seefried (Stade) und Dr. Marco Mohrmann (Bremervörde) sowie CDU-Landratskandidat Marco Prietz, sich gegenüber dem Niedersächsischen Minister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr Dr. Bernd Althusmann für die Durchführung einer Machbarkeitsstudie einzusetzen. Mit Erfolg.

Das Wirtschaftsministerium hat nun den Weg frei gemacht für den nächsten Schritt in der Vorbereitung der Reaktivierung. Dies hat der Minister in einem Brief an die Abgeordneten und die EVB mitgeteilt. Mit Unterstützung der beteiligten Landkreise kann die EVB jetzt eine Machbarkeitsstudie zur Reaktivierung in Auftrag geben.

Im Rahmen eines Gesprächs mit EVB-Geschäftsführer Christoph Grimm erörterten der örtliche Landtagsabgeordnete Dr. Mohrmann und die beiden CDU-Landratskandidaten Seefried (für Stade) und Prietz (für Rotenburg) das weitere Vorgehen. Einig war sich die Runde in der Einschätzung, dass eine Reaktivierung von Bahnstrecken sowohl mit Blick auf den Klimaschutz als auch die Attraktivität der berührten Regionen von großem Wert wäre. „Die Pendlerbeziehungen zwischen Stade und Bremervörde sind sehr ausgeprägt“, verweist Kai Seefried auf die enge Verflechtung der Region. „Mit der Beauftragung einer Machbarkeitsstudie können wir dieses Fahrgastpotenzial näher ermitteln und in die Waagschale werfen“, so Seefried.

Sein Landtagskollege Marco Mohrmann verweist darauf, dass man nun einen ganzen Schritt weiter sei. „Vor einer Reaktivierung werden sich weiterhin das Land Niedersachsen und die weiteren Bundesländer auf zeitgemäße Kriterien zum Ausbau und Reaktivierung von Bahnstrecken verständigen müssen“, erinnerte Mohrmann an die notwendigen Abläufe. Nur so könnten Finanzmittel des Bundes, die für den Klimaschutz vorgesehen seien, tatsächlich fließen. Gleichwohl werde man mit der Machbarkeitsstudie die notwendigen wertvollen Vorarbeiten leisten, die dann in die Bewertung der Strecke einfließen könnten.

Der nun diskutierte Vorschlag sieht vor, dass die Kosten der Studie von der EVB und den drei beteiligten Landkreisen Stade, Rotenburg (Wümme) und Osterholz übernommen werden. Der aktuelle CDU-Fraktionschef im Rotenburger Kreistag und Landratskandidat Marco Prietz ist zuversichtlich, dass es für diesen Weg in den zuständigen

Kreistagsgremien eine Mehrheit geben wird. „Wir können nun endlich auf dem Weg zur Reaktivierung vorankommen“, so Prietz, der aufgrund seiner beruflichen Tätigkeit als Leiter des Amtes für Kreisentwicklung beim Landkreis Osterholz auch mit den touristischen Verkehren von Bremervörde über Gnarrenburg bis Worpswede und Osterholz-Scharmbeck gut vertraut ist. „Das touristische Potenzial dieser Region ist noch lange nicht ausgeschöpft“, meint Prietz. Wenn es gelinge, einen regelmäßigen Verkehr auf der Strecke des Moorexpress zu etablieren, sei dies enorm von Vorteil für die anliegenden Wohnorte, Unternehmensstandorte und Anbieter touristischer Dienstleistungen.

Seefried, Mohrmann und Prietz bedankten sich am Ende eines ausführlichen Termins bei EVB-Geschäftsführer Grimm und zeigten sich beeindruckt von dessen wertvollen Einschätzungen zur Reaktivierungsfähigkeit der EVB-Strecken. Dabei kamen neben dem Moorexpress auch die vom Landkreis Rotenburg (Wümme) ebenfalls angestrebten Streckenreaktivierungen zwischen Zeven und Tostedt sowie Bremervörde, Zeven und Rotenburg zur Sprache. Während für die Inbetriebnahme der Strecke Zeven-Tostedt insbesondere das zu erwartende gute Fahrgastpotenziale spreche, sei für die Verbindung der drei Mittelzentren des Landkreises Rotenburg (Wümme) die durch den Güterverkehr angetriebene Elektrifizierung der Verbindungen möglicherweise eine Initialzündung. „Aus meiner Sicht gibt es in Deutschland kaum ein Streckennetz, das besser für eine Reaktivierung geeignet ist als das der EVB“, gab Christoph Grimm seinen Gästen mit auf den Weg, wies aber auch auf die zu nehmenden Hürden hin. Die Runde vereinbarte, auch in Zukunft kreisübergreifend im Austausch zu bleiben und sich für das gemeinsame Ziel des Ausbaus der Mobilität im Elbe-Weser-Raum stark zu machen.

Erstes Thema: Tourismus und Freizeit – Urlaub im Landkreis Stade

Landkreis Stade. Wie gelingt der Neustart des Tourismus nach der Krise? Welche Angebote fehlen im Landkreis, um zukünftig noch attraktiver als Urlaubsregion zu sein? Dies waren einige Fragestellungen, die im Mittelpunkt der ersten Zukunftswerkstatt des CDU-Landratskandidaten Kai Seefried standen. Eine spannende und umfangreiche Mischung aus Referenten und Diskussionsteilnehmern waren Seefrieds Einladung in das Hotel Altes Land in Jork gefolgt. Zeitgleich nahmen rund 30 weitere Teilnehmer über eine Videokonferenz an der Veranstaltung teil und konnten sich direkt mit Fragen, Hinweisen und Anregungen einbringen.

Den ersten Impuls brachte die Geschäftsführerin des Tourismusverbandes Landkreis Stade, Dr. Monika Rulle, ein. Sie skizzierte die zunehmende Bedeutung des Tourismus für die Region. Der Tourismusverband ist derzeit dabei, konkretere Zahlen für die einzelnen Gemeinden und die beiden Hansestädte zu erarbeiten. Die Vorstellung soll im August erfolgen. Zu den aktuellen zentralen Themen gehören für Sie der Ausbau des Wandertourismus mit einem entsprechenden Gesamtkonzept sowie die Umsetzung eines Open Data Systems. Außerdem möchte sie die Chancen der Digitalisierung nutzen, um Angebote transparenter zu machen.

Für die IHK Stade stellte Philipp Rademann die Bedeutung des Tourismus als Wirtschaftsfaktor für die Region heraus und warb dafür, die Digitalisierung noch stärker zu nutzen. Nachhaltiger Tourismus erhalte einen immer höheren Stellenwert, waren sich die Referenten einig. Hier stelle Kerstin Ottilie Hintz vom Biohof Ottilie die Ideen für einen nachhaltigen Urlaub vor. „Der Landkreis Stade braucht ein Biohotel“, so Hintz. Unter dem Motto neue Ideen stellte Dr. Jan Podbielski das Projekt Surfgarten in Stade vor. In der Nähe zum heutigen Flugplatz soll möglichst schon Ende des kommenden Jahres Baubeginn für einen großen Surfpark und damit für ein Projekt mit großer überregionaler Bedeutung sein.

Im ersten Diskussionsforum „Freizeit und Kultur im Landkreis Stade“ diskutierte Seefried dann mit Podbielski, Silvia Stolz vom STADEUM und Peter Kühn von der Seminarturnhalle über die Bedeutung entsprechender Angebote für den Tourismus. Alle waren sich einig, dass gerade die Kultur unabhängig vom Tourismus einen hohen gesellschaftlichen Stellenwert hat. Seefried sieht sie dabei aber auch als wichtigen Standortfaktor. Stolz betonte in diesem Zusammenhang die hohe Zahl der Übernachtungen in der Region, die eben auch durch kulturelle Veranstaltungen ausgelöst werden. Kühn und Stolz warben dafür, die kulturellen Angebote noch besser touristisch zu nutzen und dabei auch neue Wege, zum Beispiel im Bereich Festivals oder Open Air Veranstaltungen zu gehen.

Eine große Ideenrunde kam im zweiten Diskussionsforum „Tourismus im Neustart – worauf es jetzt ankommt“ zusammen. Hier bildeten Raimund Schied vom Hotel Navigare Buxtehude, Rigo Gooßen vom Elbstrandresort Krautsand, Martina Matthies vom Obsthof Matthies in Jork, Matthias Pape vom Gut Schöneworth aus Freiburg sowie Lutz Feldtmann vom DEHOGA Kreisverband das Podium.

Seefried fasste am Ende nach gut drei Stunden umfangreicher Diskussion zusammen, dass diese Werkstatt, genau wie er es sich gewünscht hat, eine gute Grundlage für eine Fortsetzung ist. Es gebe noch so viel zu diskutieren und anzuschieben. So setzt Seefried darauf, im Falle seiner erfolgreichen Wahl zum Landrat regelmäßig aktuelle Themen in solchen Zukunftswerkstätten aufzugreifen. „Mir ist es wichtig, dass wir immer wieder über den Tellerrand schauen und auch mal die Perspektive wechseln, um so auch unser eigenes politisches Handeln oder auch das der Verwaltung zu hinterfragen, um den Kompass immer wieder richtig ausrichten zu können“, so der CDU-Politiker.

Die Ideensammlung des Abends war in jedem Fall sehr lang, wichtige Bereiche waren der Rad- und der Wandertourismus. Seefried setzt auf gut ausgebaute Radwege, aber auch auf den Neubau eines Radschnellweges von Stade nach Hamburg. Alle Beteiligten wünschten eine Ausweitung des Radwanderbusses. Für den Wandertourismus muss ein gutes und einheitliches Angebot geschaffen werden. Zu den Zukunftsaufgaben, die keinen Aufschub verdienen, gehöre vor allem auch die Umsetzung der Digitalisierung mit der entsprechenden Anbindung aller Bereiche im Landkreis. Auch die Fachkräftesicherung im Hinblick auf eine mögliche eigene Ausbildung an der Berufsbildenden Schule in Stade wurde diskutiert. Hier sieht vor allem auch die IHK Handlungsbedarf.

Landkreis Stade. Die Coronakrise hat wie durch ein Brennglas aufgezeigt, wie fragil die aufgebauten Strukturen im Kinder- und Jugendschutz sind. Darum stellt der CDU-Landtagsabgeordnete und Landratskandidat Kai Seefried seine dritte Zukunftswerkstatt am 1. Juli von 17.00 bis 20.00 Uhr unter der Überschrift „Bildung und Soziales – Kinder und Jugendliche in der Krise“. „Die immer wieder für uns alle unfassbaren Ereignisse im Zusammenhang mit Kindesmissbrauch machen deutlich, dass auch wir hier auch zukünftig einen Schwerpunkt in der Zusammenarbeit von Landkreis, Städten und Gemeinden bilden müssen“, erläutert Seefried die Veranstaltung, die als sogenannte Hybridveranstaltung live aus dem Heimathaus Kutenholz übertragen wird.

Ein weiterer Schwerpunkt der Veranstaltung wird laut Seefried im Bereich Bildung liegen: „Bereits in der Vergangenheit war es unser Anspruch, jedem Kind größtmögliche Chancen unabhängig von Herkunft oder sonstigen Beeinträchtigungen zu ermöglichen. Ich möchte aber auch den Blick über den Tellerrand wagen und neue Impulse für eine bessere Bildungslandschaft erarbeiten“.

Seefried lädt dafür explizit auch alle interessierten Bürger des Landkreises ein, sich über eine Videokonferenz zuzuschalten und sich direkt nach den Impulsreferaten und in den Diskussionsrunden mit ihren Fragen, Hinweisen und Kritik einzubringen. Dabei betont Seefried, dass er die Zukunftswerkstätten im Falle seiner Wahl zum Landrat fortführen und so ständig den Status quo auf den Prüfstand stellen möchte. 

Die Impulsgeber der Zukunftswerkstatt sind Prof. Dr. Gunda Voigts von der Hochschule für angewandte Wissenschaften Hamburg, der Landesvorsitzende des Kinderschutzbundes Johannes Schmidt, die Leiterin der Beratungsstelle des Diakonieverbandes Buxtehude-Stade Kerstin Meyer, Beate Szillat von der gemeinnützigen Gesellschaft „DIE BÖRNE“, Dirk Immken von der IHK Stade sowie die stellv. Fraktionsvorsitzende und schulpolitische Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion Mareike Wulf. Als weitere Gäste in den Podiumsdiskussionen werden außerdem Stefanie Mencke von „Die BÖRNE“, die Abiturientin Marieluise Eble, der Kreisgeschäftsführer des DRK Stade Uwe Lütjen sowie der Geschäftsführer der Lebenshilfe Stade Niko Lampio dazustoßen. Auch eine offenes Forum in dem Kinder und Jugendliche selbst zu Wort kommen ist vorgesehen.

In weiteren Zukunftswerkstätten werden die Themen „Tourismus & Freizeit“, „die Zukunft des Einzelhandels“, „Gesundheit“ sowie „Wohnen Leben & Arbeiten“ thematisiert. Alle Termine finden Interessierte unter www.kai-seefried.de. Wer an den Zukunftswerkstätten teilnehmen möchte, kann sich per Mail unter info@cdu-stade.de und telefonisch über 04141-518613 anmelden. Die Zugangsdaten und weitere Informationen erhalten die Teilnehmer nach der Anmeldung per E-Mail.