Dass diese Anhörung eine solch hohe Brisanz haben würde, war den Organisatoren in der CDU- und FDP-Landtagsfraktion in Schleswig-Holstein zu Beginn an gar nicht bewusst. Erst zwischenzeitlich erfolgte das Urteil des Europäischen Gerichtshofes, welches eine zwingende Neuordnung des Glücksspielstaatsvertrages in Deutschland erfordert. Dies machte die umfangreiche Anhörung im Kieler Landeshaus umso spannender. Über 100 Teilnehmer von privaten und staatlichen Wettanbietern aus der Justiz, der Verwaltung und verschiedenen Landtagen waren nach Kiel gekommen und diskutierten intensiv über einen ersten Entwurf eines neuen Glücksspielstaatsvertrages der CDU- und FDP-Fraktionen im Schleswig-Holsteinischen Landtag. Im Kern ist hier ein duales System unter Beibehaltung des Lotto-Monopols und einer Öffnung privater Wettanbieter unter staatlicher Aufsicht vorgesehen. Das umfangreiche Fachwissen der verschiedenen Diskussionsteilnehmer sicherte eine breite Information.