Kai Seefried ::: Mitglied des Niedersächsischen Landtag

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CDU-Landtagsfraktion besichtigt Pilotprojekt von Stadtwerken und AGS Verfahrenstechnik in Stade

Stade. Schleppender Netzausbau, fehlende Akzeptanz für Erdverkabelung in der Bevölkerung in Niedersachsen: Angesichts drängender Probleme bei der Energiewende hat der Arbeitskreis Umwelt, Energie und Klimaschutz der CDU-Landtagsfraktion ein Kooperationsprojekt von Stadtwerken und AGS Verfahrenstechnik in Stade besucht. Die Unternehmen betreiben gemeinsam eine Teststrecke für Erdverkabelung, bei der mit einem auftriebsgestütztem Rutschverfahren („Slipping“) und aktiv gekühlter Stromübertragung eine besonders umweltschonende Methode zum Einsatz kommt. „Eine ökologisch und ökonomisch so wertvolle Technik, die mit weniger Aufwand in die Erde gebracht werden kann, hat das Zeug dazu, die lokale Akzeptanz für Erdverkabelung zu erhöhen“, sagt Martin Bäumer, umweltpolitischer Sprecher der CDU-Fraktion.

 

Von der umweltschonenden Verlegung hat sich die Delegation der CDU-Fraktion nun vor Ort überzeugen können: „Die hier getestete Technik ist emissionsfrei, kommt ohne Erwärmung und Austrocknung des Bodens aus und verringert die elektromagnetische Strahlung. Die Bodenfunktionen werden damit ebenso geschont wie Wasserhaushalt, Habitat und Wurzelraum“, so Bäumer. Die Minimierung von Bau- und Rodungsarbeiten reduziere zudem nicht nur die Lärmbelastung für den Menschen, gleichzeitig verbessere sie den Schutz von Flora und Fauna. „Wenn dieses Vorgehen massentauglich wird, muss die rot-grüne Landesregierung seine Anwendung bei den bestehenden Erdkabelprojekten umgehend prüfen. Umweltschonende, praktikable Verfahren sollten Vorrang genießen“, sagt Bäumer. „SPD und Grüne müssen beim Netzausbau endlich anfangen zu arbeiten. Schon jetzt bezahlen die Menschen in Niedersachsen mehr für ihren Strom als in anderen Bundesländern. Die hier in Stade praktizierte Übertragungstechnik kann die Akzeptanz für Erdverkabelung deutlich erhöht werden – die Landesregierung muss es nur wollen.“

Der CDU-Landtagsabgeordnete Kai Seefried der den Besuch in Stade organisiert hat, setzt darauf, dass das AGS Verfahren weiter entwickelt und erforscht wird. „Die Verlegung der Leitungstrassen ist ein wesentlicher Schlüssel zum Gelingen der Energiewende. Wir müssen die Chancen die sich aus dem AGS Verfahren anbieten nutzen, um die Akzeptanz in der Bevölkerung weiter zu erhöhen“, so Seefried.  Hierbei sieht Seefried auch die Niedersächsische Landesregierung gefordert. „Wir brauchen hier nicht nur nette Worte sondern die aktive Unterstützung des Wirtschaftsministers um die bisherige Entwicklung auch Umsetzungsreif weiter zu entwickeln“, fordert Seefried.

© Kai Seefried, MdL 2017