Kai Seefried ::: Mitglied des Niedersächsischen Landtag

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Regionale Banken und Sparkassen als Stabilitätsanker

Stade. Zu einem Fachgespräch über die Situation der regionalen Banken und Sparkassen haben die beiden Landtagsabgeordneten Helmut Dammann-Tamke und Kai Seefried die Vorstände aller in unserer Region tätigen Banken und Sparkassen eingeladen. Als besonderer Gesprächspartner stand den Bankvorständen der stellvertretende Vorsitzende und haushaltspolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion Reinhold Hilbers zur Verfügung, der auf Einladung von Seefried und Dammann-Tamke im Landkreis Stade zu Besuch war. Die Resonanz auf die Einladung zum Fachgespräch machte bereits deutlich, dass es einen großen Gesprächsbedarf gibt. Es waren ausnahmslos alle Banken und Sparkassen der Region vertreten.

Kai Seefried machte gleich zu Beginn der Veranstaltung deutlich, dass in den vergangenen Jahren in der Politik bereits viel darüber diskutiert wird, wie die immer weiter zunehmende Bürokratie und Regulierungswut gerade auch im Kreditwesen abgebaut werden könnte. „Es scheint aber so, dass man gar nicht oft genug darüber reden kann, da die Situation sich nach wie vor nicht entspannt, sondern für die Kreditinstitute immer weiter verschlechtert. Dabei sind doch gerade sie der Stabilitätsanker im Finanzsystem und der wichtigste Partner für die regionale Wirtschaft“, betonte Seefried. Helmut Dammann-Tamke schloss sich hier nahtlos an. Immer neue Vorgaben oder überbordende Gesetze wie die eigentlich gut gemeinte Wohnimmobilien-Kreditrichtlinie machen deutlich, dass im Finanzsystem genau diejenigen die Leidtragenden sind, die nicht die Verantwortung für Probleme im Finanzsektor oder auch bisherige Krisen getragen haben. Es müsse darum gehen, die regionalen Banken und Sparkassen stärker zu unterstützen. Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Reinhold Hilbers unterstützte diese Forderungen und machte deutlich, dass die CDU das bewährte 3-Säulen-Modell im Finanzsektor verteidigen wird. „Es kann nicht angehen, dass in den Kreditinstituten aufgrund der vielen Vorgaben irgendwann mehr Mitarbeiter sitzen, die mit Kontrollfunktionen beschäftigt sind als diejenigen, die sich um die Interessen der Kunden kümmern“, machte Hilbers etwas überspitzt deutlich. Die regionalen Kreditinstitute seien eben nicht diejenigen, die die Finanzmarktkrise verursacht haben, sondern sie waren diejenigen, die sie aufgefangen haben. In dem Fachgespräch wurden neben der zunehmenden Bürokratie aber auch weitere aktuelle Entwicklungen und Trends besprochen. Gerade die Digitalisierung stellt auch die Kreditwirtschaft vor große Herausforderungen. Die Vertreter der Banken und Sparkassen zeigten hier aber auch auf, dass in der Digitalisierung eine Chance besteht. Durch immer bessere Online-Möglichkeiten wird den Kunden eine Rund-um-die-Uhr Versorgung und Präsenz angeboten. Eine solche Erreichbarkeit für die Kunden bietet auch viele weitere Chancen für die Zukunft und könne zu mehr Kundennähe führen. Alle Beteiligten in Politik und auch Kreditwirtschaft waren sich in diesem Gespräch einig, dass die mittelständischen Kreditinstitute ein wichtiger Partner für die mittelständische Wirtschaft und ein Garant für wirtschaftlichen Erfolg einer Region sind. Aufgrund der sehr guten Resonanz auf dieses Gespräch überlegen die Landtagsabgeordneten eine solche Gesprächsrunde, die in dieser Form erstmalig in der Region stattgefunden hat, zu institutionalisieren und zukünftig regelmäßiger durchzuführen.

© Kai Seefried, MdL 2017